Archive for April, 2008

Burst Media: “Grüne Werbung” mit höherer Erinnerung, aber auch mit Skepsis

Burst Media, nach eigenen Aussagen einer der führenden Vermarkter unabhängiger Websitenanbieter in den USA, hat soeben ein neues Zielgruppennetzwerk für die Zielgruppe der “Green Consumer” mit 80 Webseitenanbieter, etwa 2,6 Mio. unique usern und mehr als 14 Mio. ad impression, zusammengestellt.  Die Green Consumer, auch in den USA ein rasch wachsender Markt, informieren sich verstärkt im Internet über Produkte, Angebote und Erfahrungen.

Eine aktuelle Online-Mediastudie (April 2008) mit rund 4.800 Online-Usern hat die Markteinführung begleitet. Ergebnis: Die Konsumenten glauben nicht automtisch alles, was “grüne Werbung” verspricht. Nur etwa 12 % glauben an die Werbeaussagen der Anbieter, etwa 2/3 begegnen den Aussagen der Werber eher skeptisch. Viele sehen in den Engagements nur einen Marketingtrick der Unternehmen.

Greenwashing läßt grüßen.  Ich denke,  dass die derzeitigen Entwicklungen im B2C-Bereich (wie z.B. unter LOHAS subsumiert) nachhaltige Auswirkungen auf die Unternehmens- und damit auch die Markenkommunikation haben werden. So wird m.E. die Gefahr von Greenwashing unterschätzt – oder andersherum, was man noch bei dem Wellness-Trend mit „Wellnepp“ bei einigen Marken bezeichnete, hat bei nur vordergründig betriebener CSR eine wesentlich größere, negative „Sprengkraft“ für die Unternehmen.

CSR und die Implikationen auf die B2B-Kommunikation

CSR wird für alle Unternehmen in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Die Werte von CSR – wie Verantwortung, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Nachhaltigkeit – bekommen einerseits durch gesellschaftliche Entwicklungen wie der Suche nach Orientierung und Verlässlichkeit und andererseits durch politische Entwicklungen wie der Forderung nach sozialer und ökologischer Verantwortung und Energieeffizienz zunehmend eine ökonomische Bedeutung.

Unternehmen, deren Marken und Botschaften sowie deren Personen und Handlungen werden künftig verstärkt nach den Stichworte wie Verbrauchervertrauen, individuelle und soziale Verantwortung, gelebtes Miteinander und deren Compliance, also der Regelüberwachung in der Kommunikation mit den Stakeholdern (Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Kapitalmärkte, Anwohner, NGOs etc.) bewertet.

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Corporate Citizenship (CC) - Eine Zwischenbilanz zum gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen erschienen

Das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen und ihre gesellschaftliche Verantwortung werden immer bedeutender. Die anhaltenden Diskussionen über Corporate Citizenship (CC) und Corporate Social Responsibility (CSR) markieren diese Entwicklungen.

Was zeichnet das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen in Deutschland konkret aus? Wohin kann die Entwicklung führen? Mit diesen Fragen erschließt das neue Buch “Corporate Citizenship in Deutschland” neue Sichtweisen und zeigt wichtige Perspektiven auf. Mitherausgeber ist der Soziologe Holger-Backhaus-Maul von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Über 40 Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Gesellschaftspolitik leisten eine umfassende Zwischenbilanz.

Erstmals werden sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Debatten, fachliche Expertisen sowie gesellschaftspolitische Analysen zusammengeführt. Der Band lädt zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema ein.

Weitere Herausgeber des Buches sind: Christiane Biedermann, Projektleitung Corporate Citizenship Aktive Bürgerschaft, Stefan Nährlich, Geschäftsführer Aktive Bürgerschaft, und Judith Polterauer, Doktorandin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Die Neuerscheinung:
Corporate Citizenship in Deutschland. Bilanz und Perspektiven.
Holger Backhaus-Maul; Christiane Biedermann; Stefan Nährlich; Judith Polterauer (Hrsg.), Reihe: Bürgergesellschaft und Demokratie; VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, 541 S. Br., ISBN: 978-3-531-15959-1, Preis: 39,90 Euro

Das Buch ist im Buchhandel und beim VS Verlag für Sozialwissenschaften über http://www.vs-verlag.de erhältlich.

E-Mails im Retro-Stil

Unter www.focus-xpress.de können Nostalgiker ihre E-Mails auf einer alten, manuellen Schreibmaschine schreiben und versenden. Neben der Anmutung haben die Kreativen auch auf das Handling geachtet. So muss alles “wie früher” ausgefüllt werden. Empfehlung: ausprobieren!

P.S.: Haben Sie die Stubenfliege bemerkt? Wenn nicht, bitte “Ton an”

“LOHAS” bezahlen für Qualität und gutes Gewissen. Professor der Universität Hohenheim schätzt Kaufkraft der neuen Öko-Konsumenten auf jährlich 200 Milliarden Euro

Gut gestylt die Welt verbessern - und das darf gerne etwas kosten. Jährlich 200 Milliarden Euro Marktpotential stellen die sogenannten LOHAS - ein neuer Konsumententyp genannt, der nicht bloß bei Ernährung, sondern auch bei Kleidung, Urlaub und Wohnen für Qualität und gutes Gewissen tiefer in den Geldbeutel greift. Zu diesem Ergebnis kommt die Vorstudie “Megatrend Nachhaltigkeit” des Umweltökonomen Prof. Dr. Werner F. Schulz von der Universität Hohenheim, die im Rahmen des BMBF-Balance Projekts “Medialisierung der Nachhaltigkeit” durchgeführt wurde. “Der Megatrend wird weiter andauern - die Wirtschaft muss noch stärker reagieren”, prophezeit der Experte. Detaillierte Ergebnisse sollen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung im Herbst 2008 im Bundespresseamt mit Medienvertretern diskutiert werden.

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Das neue IFOK Buch: Beteiligung - ein Programm für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Weniger Ich – mehr Wir“ – so lautet eine der neuen Grundorientierungen der Deutschen, die eine langfristige Veränderung der gesellschaftlichen Werte zur Folge haben werden. Dieser neue Gemeinschaftssinn ist eine zentrale Erkenntnis der Studie „Delphi2017 – Was Menschen morgen bewegt“, die von der GIM, der Gesellschaft für innovative Marktforschung in Heidelberg, durchgeführt wurde.

Unter dem gleichen Blickwinkel erscheint das neue Buch aus der Beratungswerkstatt IFOK Beteiligung - ein Programm für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wie kann ein Chef Akzeptanz für neue Arbeitszeitmodelle finden? Wie kann ein Ministerpräsident einen jahrzehntelangen Konflikt um den Ausbau eines Flughafens lösen? Wie können Entscheider in Deutschland Zustimmung und Vertrauen gewinnen? Read more »

Zukunftsstudie Fraunhofer ISI: So kommunizieren wir in 25 Jahren

In einer Delphi-Studie hat das Fraunhofer ISI Experten zu den Informations- und Kommunikationstechniken der Zukunft befragt.

Vieles sei technisch machbar, sagen die Experten, aber nicht alles sei auch wünschenswert.
3D-Internet mit Hologrammen, superschnelle Quantencomputer oder Brillen, die Bilder vom PC oder Fernseher direkt ins Auge projizieren – Visionen für Informations- und Kommunikationstechniken der Zukunft gibt es zuhauf. Doch welche lassen sich in den nächsten 25 Jahren wirklich umsetzen? Welche Hürden sind zu überwinden? Und haben diese neuen Techniken Auswirkungen auf Lebensqualität, Wirtschaft und Umwelt? Antworten auf diese Fragen liefert die Delphi-Studie „Zukünftige Informations- und Kommunikationstechniken“ des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe.

Das Forschungsteam hat über 400 Experten nach ihrer Meinung zu 35 Zukunftsthesen befragt. Während die Experten viele technische Probleme, etwa bei Spracherkennungssoftware, für lösbar halten, sehen sie Hindernisse unter anderem beim Datenschutz, zum Beispiel bei der These, wonach jeder Mensch von einer digitalen Aura umgeben ist, die ständig im Hintergrund Daten mit anderen Personen austauscht. Fazit: Nicht alles, was technisch machbar ist, sei auch wünschenswert, so die Experten.

So überspielt z. B. das Filmplakat einen Trailer zum neusten Kinofilm auf den PDA, oder das Handy teilt dem Besitzer im Café mit, dass die Dame am Nebentisch ihr Auto verkaufen möchte. Wenn jeder Mensch von einer „digitalen Aura“ umgeben ist, bei der im Hintergrund codierte Präferenzprofile drahtlos ausgetauscht und verglichen werden können, führt dies unweigerlich zu „gläsernen Menschen“. Entsprechend wird auch der Datenschutz als größtes Hemmnis angenommen und fast ein Viertel aller Delphi-Befragten hält das Thema für gänzlich unmöglich.

Eine  Kurzfassung der Studie gibt es hier .

Weitere Informationen zur Studie gibt es bei Dr. Simone Kimpeler
Telefon: 0721 / 6809 - 318
E-Mail: simone.kimpeler@isi.fraunhofer.de

Erfolg durch Nachhaltigkeit - WHU Konferenz Campus for Strategy zum Thema “Sustainability is Strategy”

Die WHU - Otto Beisheim School of Management veranstaltet vom 28. bis 29.5.2008 den “Campus for Strategy” unter dem diesjährigen Thema “Sustainability is Strategy”.

In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird anhand von aktuellen Fragestellungen der strategischen Unternehmensführung diskutiert, wie Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie integriert werden kann. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle ökologisch und sozial nachhaltiger Aspekte in den Produkt-, Prozess- und Einkaufsstrategien der teilnehmenden Unternehmen. Nicht nur global tätige multinationale Konzerne stehen im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern auch der immer stärker in das öffentliche Interesse rückende Mittelstand. Die Konferenz adressiert die unterschiedlichen Teile der Wertschöpfungskette, von der Beschaffung bis zur Produktinnovation und richtet sich vor allem an Führungskräfte, Vorstände und Stabsfunktionen, wie z.B. Einkauf.

Informationen zum Kongress gibt es hier

Und die Otto Beisheim School stellt sich hier vor

Investitionen in die Werbefreiheit

Ein aktueller Beitrag aus der netzeitung zum Thema Datensammlung für Vermarktungsangebote hat bei mir einen schon länger währenden Gedanken reaktiviert. Also: Lassen Sie uns über einen Paradigmenwechsel sprechen.

Es ging immer um die Frage: wie funktioniert der Verbraucher? Wenn ich das weiß, wie er funktioniert, kann ich ihn beeinflussen (manipulieren). Und wir wissen heute sehr viel. Wir müssen auch sehr viel wissen, denn der Verbraucher ist ein flüchtiges Reh - hat einen eigene Willen - und er evolutioniert. Er entwickelt sich nach gesellschaftlichen Strömungen und den Angeboten an Handlungsoptionen. Werbeangebote und technologie-basierte Entwicklungen begleiten und verstärken diese Trends.

Die Folge sind Zielgruppenfragmentierungen, deren Haltbarkeit häufig nicht ganz geklärt werden können. Und Handlungsoptionen, wo wir nicht wissen, rennen wir einem Trend hinterher, und wenn wir ihn erreichen, hat er den Zenit auch schon wieder fast überschritten und wir kommen mit unseren Angeboten zu spät, oder stellt er ein nachhaltiges Bedürfnis des Verbrauchers da. Dazu die gestiegene (explodierende) Zahl der Auslieferungskanäle für Werbebotschaften, die zu einem Werbe-overkill beim User führen.

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Ein Beispiel für Reputationsmanagement im digitalen Zeitalter

Ein schönes Beipiel für Reputationsmanagement sind die aktuellen Erfahrungen die Klaus Eck machen muß. Er avanciert - ungefragt - zum Testimonial von Facebook.  Und das nicht nur als Referenzname in einem Beitrag , sondern als Anzeige in Google AdWords.

Und er kehrt den Spieß um. Er fragt in der Bloggerwelt “wer hat ähnliche Erfahrungen mit facebook gemacht?”.

Die Fragen, die sich für mich im Bezug auf die Kommunikationsrelevanz von Marken daraus ableiten lassen lauten “reicht das aus für einen Selbsreinigungsprozess?” und “wie lange dauert es, bis Unternehmen Reputationsdefizite wieder gut machen können - als Vertrauen zurückgewinnen können?”

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