Archive for Juni, 2008

CSR-Diagnose der Würzburger WerbeFachgespräche 2008: Wertewandel für die B2B-Kommunikation

„Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit, Vertrauen! – Erfolgsgaranten guter B2B-Kommunikation“: Unter diesem Motto fanden die 46. Würzburger WerbeFachgespräche am 23./24. Juni im Vogel Convention Center statt. Unter den rund 250 Teilnehmern waren Werbeleiter und Marketingschefs großer deutscher Unternehmen sowie CSR-Experten. Neben Vorträgen boten Workshops die Gelegenheit zum Austausch. „Ich gratuliere ausdrücklich den Köpfen und Machern hinter dieser Veranstaltung für ihr gutes Näschen, dass sie schon vor vielen Monaten auf das Schwerpunkt-Thema CSR fokussiert haben, denn CSR hat sich in den letzten Monaten und Wochen zu einem richtigen Trendthema entwickelt“, erklärte Stefan Rühling, Geschäftsführer Vogel Business Media, zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung.

Die Diagnose aller sechs Keynote-Speaker war eindeutig: Die Wertewelt hat sich verändert und das hat auch Auswirkungen auf das gesellschaftliche und soziale Engagement von Unternehmen. So präsentierte Dr. Kerstin Ullrich von GIM, der Gesellschaft für innovative Marktforschung, die Studie Delphi 2017, in der die Trends und der Wertewandel in der kommenden Dekade beschrieben wird. Besonders auffällig: Der starke Trend zur Individualisierung ist out, ein Sättigungsgrad ist erreicht. Und genauso wie sich Privat- und Berufsleben stärker verzahnen, so überlagern sich auch die entsprechenden Werte.

Die Studie identifiziert fünf zukunftsrelevante Grundorientierungen, die in den nächsten zehn Jahren in Lebensbereichen wie Gesundheit, Bildung, Arbeit, Familie und Konsum prägend sein werden:

1. Managing „Dutility“: Funktionieren im System
2. Living Substance: Zurück zum Wesentlichen
3. Embedding Individuality: Weniger Ich – mehr Wir
4. Creating „Lifeholder Value“: Gestalten und Partizipieren
5. Engaging in a Sane Society: Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

 

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Stellungnahme econsense: Das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung schärfen

Das komplexe Thema Nachhaltigkeit ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die nur im Zusammenspiele mit den einzelnen Interessensgruppen zielorientiert erarbeitet werden kann.  So gibt es eine Reihe von Initiativen mit dem Ziel Rahmenbedingungen für das Themenfeld zu schaffen, was insofern schwierig ist, da das Generalthema sowie die Teilaspekte von den Stakeholdern mit unterschiedlichen Interessen verfolgt werden. 

Auch innerhalb der Bundesregierung gibt es unterschiedliche Auffasssungen wie Nachhaltigkeit und CSR, da mehrere Ressorts betroffen sind. In einem sog. “Entwurf zum Fortschrittsbericht 2008” (288 Seiten) hat jeder Bürger und jede Organisation die Möglichkeit bis zum 27.06.2008 sich mit konkreten Gedanken und Vorschlägen an die  Bundesregierung zu wenden.

econsense ist ein branchenübergreifendes Netzwerk von 25 führenden, global tätigen Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft, die gemeinsam die Zukunft nachhaltigen Wirtschaftens und gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung gestalten möchten. Das Netzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) gegründet.  Mitglieder sind u.a. Allianz, BASF, Bayer, BMW Group, Bosch, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, EnBW, E.ON, Evonik, Evonik Degussa, HeidelbergCement, Linde, Lufthansa, RWE, SAP, Siemens, Tetra Pak, ThyssenKrupp, TUI, Verband der Chemischen Industrie (VCI), Vodafone und Volkswagen.

In dieser Funktion bezieht die Plattform Stellung zu der Konsultationsveranstaltung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im Bundeskanzleramt am 19. Juni 2008. Dabei  fasste Hanns Michael Hölz, Vorstandsvorsitzender von econsense, zusammen: “Im Entwurf des Fortschrittsberichtes wurden einige zentrale Forderungen von econsense aufgenommen. Nun gilt es, diese guten Ansätze in einer Neu-Auflage der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie festzuziehen und das Nebeneinander von Strategie, Fortschritts- und Indikatorenberichten aufzuheben.” Read more »

Anderson Analytics: web and green Marketing are hot

Das amerikanische Marktforschungsunternehmen Anderson Analytics hat 1.700 Marketingverantwortliche in den USA über die Top-Marketingtrends befragt.  Neben der steigenden grundsätzlichen Bedeutung von Marketing sehen die Experten die wichtigsten Aktionsfelder im Bereich Suchmaschinen-Optimierung (SEO), Personalisierung und “Green Marketing” .

Typisch amerikanisch liegt bei den Marketing Basics die Kundenzufriedenheit an erster Stelle (75 %) gefolgt von der Kundenbindung (65 %) und der (Zielgruppen-)Segmentation (58%). Unter Green Marketing werden die Begriffe Globale Erderwärmung, Alternative Energien und Gesundheitsvorsoge fast gleichgewichtig bewertet.

Netnography: Wussten Sie, dass sich Bodybilder über Selbstbräuner unterhalten?

Zugegeben, klingt etwas absurd, hat aber einen realen Hintergrund. Für eine Auswertung von insgesamt 437 Communities zum Thema “Bräunen und Selbstbräuner” wurden 180 Communities intensiver von Hyve AG, einer Agentur die sich auf die Erforschung von Consumer-Insights und die Umsetzung in Produktinnovationen spezialisiert hat, im Auftrag von Beiersdorf hin untersucht. Für Beiersdorf, die schon heute über sehr gute Consumer-Insights-Informationen verfügen, aber wie andere Unternehmen auch ständig auf der Suche nach neuen Zielgruppen und/oder Produkt-Anwendungen für Ihre Zielgruppen sind, eine bisher vollkommen unberücksichtigte Zielgruppe.

Dies ist eines der Ergebnisse, die auf dem Netnography-Kongress in München vorgestellt wurden. Prof. Robert V. Kozinets, Professor für Marketing an der York University´s Schulich School of Business in Toronto, Kanada, und “Erfinder” von Netnography brachte es in seinem Vortrag auf den Punkt: Nethonografie ist ein Ansatz “the intense of social Life” zu erforschen. Netnography ist eine Wortschöpfung die sich aus dem Begriffen von “Etnologie”, dem Erforschen von Kulturen, und “Netzentwicklungen”, insbesondere dem sog. Web 2.0, zusammensetzt. Also die gute alte Gruppendiskussion oder die Fokus-Gruppe im Netz, die, so die anschließende Diskussion mit den Kongressteilnehmern, diese konventionellen Methoden nicht ersetzt, sondern ergänzt. 

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Pleon-Studie: Deutschlands Unternehmen integrieren verstärkt Sponsoringmaßnahmen in ihr CSR-Engagement, Bildungs- und Soziosponsoring gewinnen an Bedeutung

Die aktuellen Dopingskandale bleiben nicht ohne Konsequenzen: 60 Prozent der Befragten sehen kurzfristig und 30 Prozent einen langfristigen negativen Einfluss von Dopingskandalen im Sport auf das Image der betroffenen Sponsoren. Allen Skandalen zum Trotz lassen sich immerhin 62,8 Prozent der befragten Sportsponsoren hiervon nicht in ihrer Planung beeinflussen. Bemerkenswert ist hingegen, dass der Anteil der Sponsoren, die überhaupt keine Kontrolle ihres Sponsoringengagements betreiben, auf 21,4 Prozent gestiegen ist.

Das ergab die bereits zum sechsten Mal seit 1998 erscheinende empirische Langzeitstudie von PLEON Event + Sponsoring in Zusammenarbeit mit der Universität der Bundeswehr  München, Insitut für Marketing.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Aktivitäten der Unternehmen im CSR-Bereich liegt der Schwerpunkt der diesjährigen Studie auf dem Spannungsfeld zwischen CSR und Sponsoring. “Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen binden Sponsoring in ihre CSR-Projekte ein. Damit nutzen die Unternehmen Sponsoring als strategisches Instrument, um ihr Bekenntnis zu nachhaltiger gesellschaftlicher Verantwortung in ihre Kommunikation zu integrieren. Dies bietet sich besonders für kleine und mittelständische Unternehmen an, die CSR nicht als eigenständiges Konzept im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit umsetzen können,” analysiert Dino Büscher, Managing Director PLEON Event + Sponsoring. Read more »

Statusfaction praktisch: Karrierebloggen

Der PR Blogger und selbstständige Kommunikationsberater & Reputation Manager Klaus Eck hat sich auf die Themen Corporate Blogs, Blog-Monitoring, Online Reputation Management spezialisiert und unterstützt darin viele namhafte Unternehmen. In seinem PR-Blogger setzt er sich seit vielen Jahren mit dem Thema “Reputationsmanangement” anhand konkreter Beispiele von Personen, Unternehmen und/oder der Politik auseinander.

Die GDI-Studie Statusfaction beschreibt u.a. die Werte  um den Wettbewerb der Aufmerksamkeit. Reputationsmanagement beschreibt die Reflektion, die Kontrolle in der Ökonomie der Aufmerksamkeit.  Und hier liefert Klaus Eck immer wieder schöne Beispiele, so z.B. den ganz einfachen Leitfaden zum Karrierebloggen.

Neue GDI-Studie: Statusfaction - Was wir morgen für unser Ansehen tun

Diese ”relative” Angleichung der Lebensstile zwischen Armen und Reichen hat nicht zur Auflösung der sozialen Unterschiede geführt, sondern im Gegenteil dazu, dass Statussymbole heute wieder stärker betont und nachgefragt werden. Statusunterschiede nehmen zu und der soziale Wettbewerb verschärft sich.

Auf der Basis einer repräsentativen Befragung in Deutschland, in der Deutschschweiz und der Romandie liefert die neue GDI-Studie «Statusfaction» Antworten.

  • Warum wächst der Statusstress?
  • Welche Statussymbole werden wichtiger, welche verlieren an Bedeutung?
  • Was tun die Konsumenten von morgen, um ihren Status zu demonstrieren und ihren Kollegen zu imponieren. verhalten sich Frauen und Männer, Alte und Junge, Deutsche und Schweizer unterschiedlich?
  • Wie wirkt sich das neue Statusbewusstsein aus: Auf die Konsumgüterindustrie? Den Handel? Den Dienstleistungssektor? Den Tourismus? Den Immobilienmarkt?

Der Statusmarkt  wächst nicht nur in der realen sondern auch in der virtuellen Welt. Im Internet, wo soziale Rangordnungen auf Anhieb und in aller Deutlichkeit sichtbar sind (die Freunde by MySpace, die eigenen Google-Einträge, Social Bookmarks, XING etc.) wo Alles, auch Menschen bewertet werden, ist die Identität zu einem eigenen Geschäftszweig geworden: Die professionelle Verbesserung der eigenen Präsenz im Netz - quantitativ aber auch qualitativ - kann sich jeder leisten. Der richtige Statusauftritt ist um so wichtiger, je mehr der Status im realen Leben von der Internetidentität mitbestimmt wird.

Die Ergebnisse der GDI-Studie zeigen auch, dass die Statusmärkte für Unsichtbares, für eine gesunde, sozial und ökologisch nachhaltige Lebensführung, immer wichtiger werden. Gleichzeitig verschiebt sich der Statuswettbewerb von den Objekten zu den Skills und den Stories. Das wahre Gut was die Konsumenten suchen und für das sie sich interessieren, ist Anerkennung und nicht das Objekt, das den Status markiert. Im Mittelpunkt der Statusmärkte steht der Mensch und wie er behandelt wird (werden möchte).

Das Executive Summary der Studie finden Sie hier