Archive for Juli, 2008

Studie: Unternehmen nutzen Corporate Volunteering Maßnahmen kaum im Recruitment

Unter Corporate Volunteering versteht man das freiwillige gemeinnützige Engagement von Mitarbeitern, welches von den Unternehmen unterstützt und gefördert wird. Dabei werden diese Aktivitäten zunehmend in bereits existierende soziale Engagements der Unternehmen integriert und mit den Unternehmenszielen und -strategien verknüpft.

Viele deutsche Firmen engagieren sich im Corporate Volunteering und fördern freiwillige gemeinnützige Aktivitäten ihrer Mitarbeiter - doch nur wenige nutzen das Potenzial dieser Maßnahmen für die Personalgewinnung. Das ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsstudie der Humboldt-Universität zu Berlin, der CSR-Beratungsagentur Scholz & Friends Reputation und der Financial Times Deutschland.

Unternehmen haben zunehmend Probleme, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und sie dauerhaft zu halten. Der demographische Wandel wird diese Situation noch verschärfen. Vor diesem Hintergrund haben die Herausgeber im Herbst 2007 eine Umfrage unter den Vorständen deutscher Großunternehmen durchgeführt und sie nach den genutzten Recruiting-Instrumenten und Corporate Volunteering-Maßnahmen sowie dem Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Personalbedarf befragt.

Die Ergebnisse zeigen: Viele der befragten Großunternehmen setzen Corporate Volunteering als Instrument im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten (Corporate Social Responsibility) ein. Schon jetzt unterstützen mehr als 80 Prozent das Engagement ihrer Mitarbeiter, meist durch vergütete Freistellung, Sachmittel und Know-how. Eine untergeordnete Rolle spielen Corporate-Volunteering-Maßnahmen jedoch im Personal-Recruiting. Dies sogar, obwohl es die meisten der befragten Großunternehmen für wichtig erachten, sich verstärkt als attraktive Arbeitgeber zu profilieren - auch durch eine aktiv gestaltete Unternehmenskultur.

“Wir konnten feststellen, dass sich gerade Führungskräfte in Unternehmen stark gesellschaftlich engagieren. Es verwundert deshalb, dass Firmen ihr soziales Engagement bei der Personalsuche nicht stärker hervorheben. Denn Corporate Volunteering kann eine bedeutende Strategie im Wettstreit um hochqualifiziertes Personal sein”, sagte Professor Joachim Schwalbach von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Einige Aussagen/Erkenntnisse der Studie:

  • Im „War for Talents“ feuern die Unternehmen aus allen Rohren – CV ist nicht dabei.
  • Der Anstoß für CV kommt aus dem Unternehmen – und eher von Mitarbeitern als vom Vorstand.
  • Viele Unternehmen haben das Potenzial von CV-Maßnahmen für das Recruiting noch nicht erkannt oder sie nutzen CV nicht zur Rekrutierung von Spitzenkräften.
  • CV-Aktivitäten werden nicht systematisch im Rahmen einer Personalmanagement oder Unternehmensstrategie genutzt.

Hugo E. Martin: Wissen Sie was CQJR ist?

Es gibt Sie noch, die “Weiterdenker”, die Hinterfrager, die sich Gedanken darüber machen, ob alles das was derzeit geschieht auch langfristig sinnvoll und von Allen erwünscht ist.

Hugo E. Martin ist so Einer. In seinem Blog finden sich immer wieder interessante Ansätze über die Medien- und Mediaszene. So wie etwa die Frage nach den Qualitätsstandards im Journalismus und denjenigen, die einerseits den Werteverlust beklagen und andereseits mit ihrem Verhalten Anstrengungen der Bemühten und Verantwortlichen nicht oder zuwenig honorieren. Die laufenden Diskussionen um die Spielregeln der ÖR im Internet, der Bundesliga-Rechte um “jeden” Preis usw. sind wenige Beispiele für die Verantwortung die wir alle haben. Oder möchten Sie Medienverhältnisse wie in den USA? 

Also die Frage von Hugo E. Martin lautet: Wissen Sie was CQJR ist?

Nein? Macht nichts, wenn sie aber Geld für Werbung ausgeben und das bei klassischen Medien (z.b. Zeitungen, Magazinen, Fachzeitschriften) dann nehmen sie genau diese Aufgabe wahr - können aber das Ergebnis kaum beeinflussen. Sie werden mit den Schaltkosten ihrer Werbung für die Bezahlung der Journalisten und Redakteure in Anspruch genommen und wenn sie ihre Werbegelder anderswo investieren, werden sie gescholten, dass sie damit die Freie Presse, den Qualitätsjournalismus, die Demokratie ihres Landes gefährden (oder jedenfalls das bisherige Umsatzmodell vieler Verlage).

In seinem Beitrag beschreibt er anschaulich und ironisch was derzeit bei der Budgetvergabe passiert und wie die Verantwortlichen aus dem “Dilemma” rauskommen könnten.

In einem ählichen Beitrag über Investitionen in die Werbefreiheit hatte ich schon mal die Frage gestellt ob es nicht überlegenswert wäre, mehr Investitionen in die Bereitschaft von Zielgruppen für die Nichterreichbarkeit von Werbebotschaften zu investieren und die These aufgestellt, dass es Zielgruppen gibt, die bereit sind für Leistungen Geld zu bezahlen, ohne werbliche “Subvention”. XING läßt grüßen.

Diplomarbeit: Gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens zahlt sich aus - ist aber von der Markenbekanntheit abhängig

Die Bedeutung einer Marke ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für ein Unternehmen. Wie die Verbraucher eine Marke wahrnehmen, wenn das Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, hat eine Untersuchung am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ermittelt. Die Diplomarbeit zeigt den Einfluss von gesellschaftlicher Verantwortung auf die Markenwahrnehmung.

“Verschiedene Unternehmensskandale, wie zum Beispiel um Kinderarbeit bei Nike, haben die Konsumenten für das Thema sensibilisiert” erklärt Prof. Dr. Axel Mattenklott von der Abteilung Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie am Psychologischen Institut. “Wir konnten nun feststellen, dass sich auf der anderen Seite verantwortliches und nachhaltiges Verhalten von Unternehmen positiv auf die Wahrnehmung einer Marke auswirkt. Read more »

GfK-Tagung zum Thema klimafreundlicher Konsum

Wirtschaft und Politik sind die Treiber in dem globalen Wettbewerb um Energieeffizienz. Verbraucher konsumieren klimafreundlich - wenn es sich lohnt.

Der Klimawandel gilt als die globale Herausforderung unserer Zeit für Politik, Unternehmen und Konsumenten. Der Weltklimarat hält in den Industrieländern eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 25 bis 40 Prozent bis zum Jahr 2020 für dringend erforderlich. Wie dabei der Verbraucher aktiv zum Klimaschutz beitragen kann, behandelte die am 4. Juli 2008 stattfindende GfK-Tagung unter dem Thema „Klimafreundlicher Konsum: Herausforderung und Chance für Hersteller, Handel und Verbraucher“, die rund 600 Marketingexperten aus dem In- und Ausland in Nürnberg besuchten.

Der private Konsum ist für knapp ein Viertel aller CO2-Emissionen verantwortlich. Ob beim Heizen, Kühlen, Kochen oder Wäschewaschen, beim Einkauf von Lebensmitteln oder bei der Mobilität – der private Konsum bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß spürbar zu verringern.

Fünf Referenten beleuchteten dieses Thema von unterschiedlichen Seiten. Der TV-Moderator Tom Burow, der selber Jahrelang in den USA gelebt hat, meint: Die USA sind beim Klimaschutz weiter als man denkt. Und: Die Deutschen haben das Thema in seiner Brisanz vielleicht als erste ernst genommen, aber die Amerikaner könnten die ersten sein, die es umsetzen. Read more »

Stöckchenspiele: Alte Themen und Funktionen neu verpackt

Von Bernd Pitz habe ich ein, vorher von ihm avisiertes Stöckchen, zugeworfen bekommen. Früher haben wir Kettenbrief dazu gesagt, heute dient anscheinend das virtuelle Staffelholz wieder dazu, Botschaften zu multiplizieren und Netzwerke (welche die Absender größtenteils schon besitzen) aufzubauen.  Der Versuch auf diese Weise auf sich und seine Themen aufmerksam zu machen ist – im Gegensatz zu den früheren, teilweise auch unseriösen Kettenbriefen, die u.a. häufig auch mit einer Zahlungsaufforderung an den Nächst-Gerichteten verbunden waren – legitim.

Aber warum noch ein Netzwerk neben den vielen virtuellen oder realen Netzwerken? Das eigene Netzwerk, der Eintrag und die Arbeit in sog. Social Networks, das Vernetzen der eigenen Blogsite zu anderen etc. ist doch Tagesgeschäft. Zur Beherrschung der Informationsflut (s.u.) gehört aus meiner Sicht auch der Verzicht sich an jeder (virtuellen) Diskussion zu beteiligen. Daher werde ich die Fragen beantworten, das Stöckchen aber bewusst nicht aktiv weiter werfen. Read more »

Anne M. Schüller: Kunden spielen in deutschen Unternehmen nur eine Nebenrolle

Kundenorientierung ist in vielen Unternehmen nur ein Lippenbekenntnis. So kommt der Kunde in 85 Prozent aller Unternehmensorganigramme noch nicht einmal vor. Dies ergab im Auftrag der Anne Schüller Marketing Consulting eine repräsentative Befragung von 300 deutschen Unternehmen im Rahmen der Studieninitiative Excellence Barometer (ExBa) 2008. In 29 Prozent aller Organigramme, so die Untersuchung, sind noch nicht einmal die Mitarbeiter präsent. Die Vertriebschefs und Marketingleiter, die als ‚Advokaten der Kunden‘ fungieren und deren Interessen vertreten könnten, sind lediglich bei 49 respektive 42 Prozent aller Studienteilnehmer in der obersten Hierarchieebene angesiedelt.

 

66 Prozent der Befragten haben ein schriftlich formuliertes Unternehmensleitbild. Nur in einem Drittel aller Fälle steht dabei etwas zum Thema Kunde im ersten Satz. Das bedeutet: Für zwei Drittel aller deutschen Unternehmen steht der Kunde nicht an erster Stelle. Dabei zeigt sich, dass erfolgreiche Unternehmen mit 71 Prozent signifikant häufiger ein schriftlich formuliertes Unternehmensleitbild haben als weniger erfolgreiche Unternehmen (58 Prozent). Bei ersteren steht das Thema Kunde auch stärker im Vordergrund, denn bei immerhin 43 Prozent erscheinen Aussagen hierzu im ersten Satz. Dabei wird vor allem die Kundenzufriedenheit angesprochen. Um eine langfristige Ausrichtung auf Kundenloyalität geht es in nur sechs der 126 näher untersuchten Leitbilder. Das immer stärker in den Vordergrund rückende Potenzial des Kunden als Empfehler wurde von keinem einzigen Interviewpartner erwähnt.

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Genau so gut könnten wir die Uhr anhalten um Zeit zu sparen

Würde die derzeitige Diskussion über das Traffic-Marketing von Medien mit dem Ziel ihre Reichweiten bei den Intenetangeboten zu pushen nicht auch von renomierten und intelligenten Protagonisten geführt werden, könnte man meinen, jemand möchte die Uhr anhalten um  Zeit zu sparen.

Da soll es doch tatsächlich Medien geben, die ihr Geld in Marketingaktivitäten stecken um damit Interessenten für Ihre Internetangebote und deren Inhalte aus dem Netz zu holen. Diese Leute, die so etwas tun oder veranlassen, kaufen sich Begriffe in Suchmaschinen. Also Begriffe, danach denen andere Menschen gerade im Internet unter Zuhilfenahme der allgemein bekannten Suchmaschinen, suchen. Wahrscheinlich weil sie ein Begriff derzeit interessiert, sie also dazu mehr wissen wollen. Eigentlich mit dem selben Ziel, mit dem jeder Redakteur seinen Themenradar täglich scannt. Read more »