Hugo E. Martin: Wissen Sie was CQJR ist?
Es gibt Sie noch, die “Weiterdenker”, die Hinterfrager, die sich Gedanken darüber machen, ob alles das was derzeit geschieht auch langfristig sinnvoll und von Allen erwünscht ist.
Hugo E. Martin ist so Einer. In seinem Blog finden sich immer wieder interessante Ansätze über die Medien- und Mediaszene. So wie etwa die Frage nach den Qualitätsstandards im Journalismus und denjenigen, die einerseits den Werteverlust beklagen und andereseits mit ihrem Verhalten Anstrengungen der Bemühten und Verantwortlichen nicht oder zuwenig honorieren. Die laufenden Diskussionen um die Spielregeln der ÖR im Internet, der Bundesliga-Rechte um “jeden” Preis usw. sind wenige Beispiele für die Verantwortung die wir alle haben. Oder möchten Sie Medienverhältnisse wie in den USA?
Also die Frage von Hugo E. Martin lautet: Wissen Sie was CQJR ist?
Nein? Macht nichts, wenn sie aber Geld für Werbung ausgeben und das bei klassischen Medien (z.b. Zeitungen, Magazinen, Fachzeitschriften) dann nehmen sie genau diese Aufgabe wahr - können aber das Ergebnis kaum beeinflussen. Sie werden mit den Schaltkosten ihrer Werbung für die Bezahlung der Journalisten und Redakteure in Anspruch genommen und wenn sie ihre Werbegelder anderswo investieren, werden sie gescholten, dass sie damit die Freie Presse, den Qualitätsjournalismus, die Demokratie ihres Landes gefährden (oder jedenfalls das bisherige Umsatzmodell vieler Verlage).
In seinem Beitrag beschreibt er anschaulich und ironisch was derzeit bei der Budgetvergabe passiert und wie die Verantwortlichen aus dem “Dilemma” rauskommen könnten.
In einem ählichen Beitrag über Investitionen in die Werbefreiheit hatte ich schon mal die Frage gestellt ob es nicht überlegenswert wäre, mehr Investitionen in die Bereitschaft von Zielgruppen für die Nichterreichbarkeit von Werbebotschaften zu investieren und die These aufgestellt, dass es Zielgruppen gibt, die bereit sind für Leistungen Geld zu bezahlen, ohne werbliche “Subvention”. XING läßt grüßen.