Archive for August, 2008

Global Entertainment and Media Outlook: 2008-2012

Die Schwellenländer werden zu den wichtigsten Impulsgebern für die globale Medien- und Unterhaltungsindustrie. Denn die Erlöse der Medienbranche in Brasilien, Russland, Indien und China wachsen mit jährlichen Steigerungsraten von 13,6 Prozent bis 2012 deutlich schneller als der weltweite Branchenumsatz. Dieser wird bis 2012 pro Jahr um durchschnittlich 6,6 Prozent auf rund 2,2 Billionen US-Dollar (umgerechnet 1,43 Billionen Euro) im Jahr 2012 zulegen. Das prognostiziert PricewaterhouseCoopers (PwC) im “Global Entertainment and Media Outlook: 2008-2012“.

Die Medienbranche der Schwellenländer profitiert dabei von steigenden Einkommen und dem hohen Anteil junger, medienaffiner Konsumenten. Wachstumstreiber in den reifen Märkten der westlichen Industriestaaten sind dagegen die Digitalisierung und der Internet-Vertrieb. Denn diese sorgen für neue Absatz- und weitere Werbemöglichkeiten.

Rückgrat und Umsatzträger der Branche bleibt aber nach wie vor das Geschäft jenseits des Internet.

Zwar tragen mobile und digitale Medien wie Online-Werbung, E-Books und E-Magazine mit 24 Prozent zum Wachstum der Branche bei. Noch ist ihr Umsatzanteil aber gering: Im Jahr 2007 erzielten digitale Segmente gerade einmal fünf Prozent des Gesamtumsatzes der Medienindustrie weltweit. Im Jahr 2012 werden es voraussichtlich immerhin elf Prozent sein oder knapp 234,2 Milliarden US-Dollar. Read more »

Wem gehört eigentlich CSR?

Tue Gutes und rede darüber. CSR wird für alle Unternehmen in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Die Werte von CSR – wie Verantwortung, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Nachhaltigkeit - haben daher auch eine zunehmend ökonomische Bedeutung im Wettbewerb um die Gunst der Stakeholder.

Energieeffizienz, CO2-Ausstoß, Employer Branding, Sponsoring, Corporate Citizenship usw. sind Begriffe, deren Funktionen in der Regel in ganz unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens angesiedelt sind. Neben der Konzernlenkung, nutzen das Marketing, der Vertrieb, die Personalabteilung, die Kommunikationsabteilung die Handlungsfelder von CSR um ihre Ziele zu verfolgen. Dabei weiß vielleicht eine Abteilung von der anderen gar nicht, in wieweit und welche Themen für andere Abteilung auch wichtig – oder vielleicht sogar gefährlich sind. Wer wo nicht nur durch Aktionenbegleitung sondern auch durch Inhalte punkten kann. Mehrwert generiert. Kooperationen einfädelt werden, die auch anderweitig für das Unternehmen hilfreich sein können. Oder genau das Gegenteil.

Einige Unternehmen, die CSR strategisch angehen, haben daher eine Art Balanced Score Card entwickelt. Einerseits um Tätigkeitsfelder zu identifizieren, die das Unternehmen, resp. bestimmte Unternehmensbereiche und Konzerntöchter und –beteiligungen im Bezug auf geplante CSR-Aktivitäten tangieren und damit den Betroffenheitsgrad zu checken sowie andererseits aber auch um die ökonomische Relevanz abzuklären.

CSR ist kein Gut-Menschen-Tum, sondern die Übernahmen von Verantwortung im wirtschaftlichen Handeln – mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. Also nutze CSR wo es Dir nützt, aber bedenke, dass Du für Dein Handeln – oder Unterlassen – aber auch die Verantwortung in der Stakeholderkommunikation übernehmen musst. 

Hier kann das Marketing sich nicht rausreden und sagen, da hat der Vertrieb nicht aufgepasst, ebenso wenig wie die Kommunikationsabteilung sich u.U. für Aktionen des Vorstandes in der Öffentlichkeit rechtfertigen muss. 

  1. Spannende Fragen:
    Wer steuert im Unternehmen CSR - im Zusammenspiel mit den Fachabteilungen? Gibt es ein zentrales Informations- und Reportingsystem? Wer gewichtet Interessen?
  2. CSR heist aber auch Marketing. Marketing bedeutet „Machen“. Machen bedeutet nicht nur Mitmachen, sondern „Ideen“ generieren. Der Ideenfindung folgt die Umsetzung. Wer ist für die Prozesse zuständig? Wer moderiert?

CSR und Mediensponsoring: Fachverband für Sponsoring FASPO appelliert an Rundfunkkommission der Länder für den Erhalt von Mediensponsoring

Sponsoring ist heute das wichtigste Kommunikationsinstrument nach der klassischen Print- und TV-Werbung. Allein in Deutschland investiert die Wirtschaft 2008 rund 4,6 Mrd Euro für Sponsoring in Sport, Kultur und Public (Quelle: Sponsor Visions). Auch in Österreich und der Schweiz steigt der Anteil der Sponsoringausgaben an den gesamten Werbeinvestitionen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. 

Für die Wirtschaft ist es von großer Bedeutung, ihr ständig wachsendes kulturelles und soziales Engagement in Sinne einer Corporate Social Responsibility - auch im Breiten- und Spitzensport -allen Bevölkerungsschichten vermitteln zu können.

Die Wirtschaft müsse daher Kommunikationsfreiheit in der Gesellschaft genießen, also auch auf Veranstaltungen und in den Medien, vergleichbar der Meinungsfreiheit des Bürgers und der Pressefreiheit der Medien. Das von Privatsendern, Verlagen und Parteienvertretern in den vergangenen Monaten geforderte Verbot von Werbung und Sponsoring auf ARD und ZDF als Reaktion auf deren Programmverlängerung im Internet, hält der FASPO auch für wettbewerbsrechtlich fragwürdig. FASPO-Präsident Bernd Reichstein: “Das Duale Rundfunksystem soll nicht Marktanteile im Werbemarkt regeln, sondern den öffentlichen Programmauftrag qualitativ sicherstellen.”

Im weitesten Sinne besagt § 11 Rundfunkstaatsvertrages, dass sich die wachsende Bedeutung der Wirtschaftsförderung in sozialen, kulturellen und sportlichen Projekten auch in öffentlich-rechtlichen Programmen lebensnah widerspiegeln kann. Dieses hat heute stark zunehmende Bedeutung, denn die staatliche Förderung von Sport, Kultur und sozialen Institutionen ist rückläufig.

Im Vorfeld einer Anhörung der Rundfunkkommission der Länder am 28. August in Wiesbaden spricht sich daher der Fachverband für Sponsoring FASPO im Sinne des Dualen Rundfunksystems für den Erhalt von Sponsoring und Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Hörfunk aus. Das angedachte Sponsoringverbot von Sendungen nach 20 Uhr lehnt der Verband als willkürlichen und jeglicher Grundlage entbehrenden Kompromiss ab.

Martin Meyer-Gossner über die Netzwerken Xing, LinkedIn und Facebook und der Frage nach dem größten Business-Nutzen.

Eine lesenswerte Abhandlung über die Grundfunktionen, das Verständnis und die Einsatzmöglichkeiten der 3 Social Networks hat Martin Meyer-Gossner in seinem Blog The Strategy Web veröffentlicht.

XING:

  • Erfahrungswert: sehr detailliert, starke Interaktion, kein Selbstläufer
    Businessnutzen = sehr nützlich, hochwertig.

LinkedIn:

  • Erfahrungswert: internationale Jäger und Sammler, keine Interaktion
    Businessnutzen = international interessant, ausbaufähig.

facebook:

  • Erfahrungswert - internationales B2B Socializing mit Wohnzimmerflair
    Businessnutzen = international business-technisch angesehen und hoher Business Socializing Effect, national noch privat-orientiert.

Aber grundsätzlich gilt:

Wer Social Netzwerke wirklich für sein Business nutzen will, muss viel Zeit mitbringen. Denn nur, wer sich als Moderator oder aktiver Gruppenteilnehmer einbringt, wird langfristig von Business Netzwerken profitieren.

Aber das kennen wir ja wohl aus der realen Welt; Erfolg und Anerkennung müssen sich erarbeitet werden.

Tips für ein professionelles Online Networking, resp. die Netiquette, liefert eine Veröffentlichung von LinkedIN, die man auf den Seiten der Internet World findet, dort wohl aber eher zur Click-Steigerung angelegt wurde. Daher hier die Zusammenfassung , ebenfalls aus dem Blog von Martin Meyer-Gossner.

online-gaming: 30 % der Online-User machen es und 22 % der Handy-Nutzer

comScore, Inc., eines der weltweit führenden Unternehmen in der Messung und Auswertung digitaler Medien, veröffentlichte heute eine Studie über den Online-Gaming-Bereich in Deutschland. Diese basieren auf den von comScore World Metrix gesammelten Nutzerdaten sowie auf den Bereich Mobile-Gaming in Deutschland unter Verwendung der Daten von comScore M: Metrics MobiLens Survey.

Die Studie fand heraus, dass 30 % des gesamten Internetpublikums in Deutschland eine Online-Gaming-Site im Juni 2008 besucht haben, während im gleichen Zeitraum 22,3 % aller deutschen Mobilfunkteilnehmer ihr Handy für ein Spiel verwendeten.

Entsprechend der comScore M:Metrics MobiLens Survey verwendeten im Durchschnitt 10,9 Millionen deutsche Mobilfunkteilnehmer pro Monat (22,3 Prozent aller Mobilfunkteilnehmer) ihr Telefon für das Spielen, während der 3-Monats-Periode, die im Juni 2008 endete. Das Spielen von vorinstallierten Spielen (8,6 Millionen Teilnehmer) war am beliebtesten, gefolgt von herunterladbaren Spielen (3,7 Millionen Teilnehmer). Streaming oder Spielen über den Browser reizte vergleichsweise wenig Teilnehmer, aber diese werden wahrscheinlich bald ansteigen, wenn der Einsatz von Smartphones in Deutschland weiter steigt.

Die Studie untersuchte darüber hinaus die demografischen Charakteristiken des deutschen PC- und Mobile Online-Gaming-Publikums und fand heraus, dass die Verwendung auf beiden Medien sich auf Männer und Personen auf unter 35 Jahre konzentrierte. Von den 10,5 Millionen Besuchern der Kategorie Online-Gaming im Juni, die einen PC einsetzten, waren 55 Prozent männlich und insgesamt 75 % waren unter 35 Jahre alt. Interessant ist aber, dass bei den Frauen die Nutzung in der Altersklasse 35- 44 Jahre mit 12,9 % am höchsten ist.

Diese Verschiebungen waren im Bereich Mobile-Gaming ebenso zu erkennen, wo 60 Prozent der Spieler, die ein Spiel über ihren Browser gestreamt/heruntergeladen hatten, Männer waren, während 67 % jünger waren als 35 Jahre.
 

2 Studien zu iptv: Welche Medienfunktionen werden sich (langfristig) durchsetzen?

Die Ergebnisse der Studien selber überraschen wenig. Über die Konsequenzen für die Programmmacher ist es ein Streit unter Philosophen (oder für Medien- und Sozialwissenschaftler).

Roland Berger Strategy Consultants hat gestern eine Studie über die Zukunft von WebTV veröffentlicht, deren Ergebnis in neun Kernaussagen zusammengefasst werden kann:

  1. WebTV spielt bereits heute eine Schlüsselrolle im Web-Entertainment.
  2. WebTV-Konsumenten sind wirtschaftlich sehr attraktiv.
  3. User Generated Content ist zwar noch lange nicht tot, aber kommerzielle (Premium-) Content-Angebote sind auf dem Vormarsch.
  4. Der größte Teil des WebTV-Angebots dürfte auch in Zukunft kostenlos bleiben.
  5. Kurze Formate und bedarfsweiser Zugang werden dafür sorgen, dass WebTV zügig Einzug in mobile Endgeräte findet.
  6. Durch integrierte Endgeräte wird WebTV zu einem festen Bestandteil des Home Entertainment.
  7. WebTV wird den etablierten TV-Playern direkt Konkurrenz machen, sobald es auch auf dem Fernseher verfügbar ist.
  8. WebTV wird langfristig mit IPTV verschmelzen.
  9. Traditionelle Medienunternehmen und Telekommunikationsanbieter müssen jetzt reagieren, um zu verhindern, dass WebTV-Unternehmen ihre Marken beim Verbraucher zu sehr etablieren.

Die User Interface Design GmbH, ein Beratungsunternehmen, das sich auf die Konzeption, den Entwurf, die Erstellung und das Testing von Benutzungsschnittstellen spezialisiert hat (Stichwort Usability) veröffentlicht heute eine PM über eine qualitative Studie zum Thema TV 2.0, die (verkürzt) zu dem Ergebnis kommt: Der Zuschauer lehnt sich lieber zurück und will von “Mitmach-Fernsehen” nichts wissen.
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In eigener Sache: Webcast zum Thema CSR und B2B

Webcast von den 46. Würzburger WerbeFachgesprächen: Die Diagnose aller sechs Keynote-Speaker war eindeutig! Die Wertewelt hat sich verändert und das hat auch Auswirkungen auf das gesellschaftliche und soziale Engagement von Unternehmen. Besonders auffällig: Der starke Trend zur Individualisierung ist out, ein Sättigungsgrad ist erreicht. Und genauso wie sich Privat- und Berufsleben stärker verzahnen, so überlagern sich auch die entsprechenden Werte. Im Interview mit Wolfram A. Zabel spricht Michael Schubert über Corporate Social Responsibilty (CSR) und zeigt auf, wie das Trendthema 2008 in Unternehmen einzuordnen ist und zeigt die Treiber dafür auf.

ADC-Kongress: Digitale Kreativ-Elite zu Gast beim ADC BIC 2008

Auch wenn die Aussage in der Subline für den Kongresses am 16.10.2008 in Berlin nicht besonders revolutionär klingt (” Markenführung im digitalen Zeitalter. Der ADC Kongress für Unternehmens-, Marken- und Kommunikationsverantwortliche”), so sind es neben den aktuellen Fragestellungen u.a. ein Themenbereich der sich “BRANDS: das digitale Zeitalter verstehen” nennt und sich mit Fragestellungen wie

  • Digitale Medien und das neue Marketing-Mindset
  • Gaming, Branded Utilities, Streaming Videos und Blogs im Marketing-Mix
  • Buzz, Viral und Attention Marketing

beschäftigt, die nationalen und internationalen Referenten die eine spannende und informative Veranstaltung versprechen.

z.B. Koichiro Tanaka 
Aus Japan stammt das Blog-Element, das in diesem Jahr die großen Awards weltweit abräumte. Im Juni 2007 als wesentlicher Bestandteil der globalen Werbung für die Marke UNIQLO, das japanische Pendant zu H&M, gestartet, gewann die Kampagne u. a. den Interactive Grand Prix der Clio Awards und den Titanium Grand Prix in Cannes. Beim ADC BIC spricht der verantwortliche Creative Director, Koichiro Tanaka, über eine Kommunikationsform, die alle Sprachbarrieren durchbricht.

oder Colleen DeCourcy
Sie ist Chief Digital Officer der TBWA Worldwide, war Jury-Präsidentin der Cyber-Lions-Jury 2008 in Cannes und gilt als Pionierin auf dem Gebiet digitaler Technologien und ihrer Anwendungsmöglichkeiten: Colleen DeCourcy, eine der 25 wichtigsten Frauen in der internationalen Werbe-, Marketing- und Medienbranche gibt beim ADC BIC Einblicke in die Erfolgsstrategien der weltweit besten digitalen Kampagnen.
 
Anmeldung zum Kongress 

 

 

PwC: Konsumenten würden für digitale Zeitschriften etwa die Hälfte zahlen

Das Internet setzt das traditionelle Geschäftsmodell der Zeitschriftenverlage zunehmend unter Druck. Denn immer mehr Käufer wollen Zeitschriften - zumindest als Ergänzung zur Printausgabe - auch digital im Internet, auf dem Handy oder als E-Paper lesen. Das gilt insbesondere für junge Leser. Aber: Für die digitale Ausgabe wollen sie deutlich weniger zahlen als für das gedruckte Heft.

Das geht aus der Studie “The medium is the message - Outlook for Magazine Publishing in the Digital Age” von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.
In Reaktion auf diesen Trend haben einige Verlage bereits gedruckte Magazine zugunsten digitaler Ausgaben eingestellt. Doch das wird auf absehbare Zeit eher die Ausnahme bleiben. Dafür gibt es gute Gründe - zumindest in Deutschland: Denn insbesondere Frauen können sich kaum vorstellen, ihre Lieblingszeitschrift nur noch auf dem Bildschirm zu lesen. Nur 29 Prozent würden eine rein digitale Ausgabe kaufen, bei den Männern beläuft sich der Anteil auf 41 Prozent. Read more »

Jörg Mann: Corporate Citizenship - mit gesellschaftlichem Engagement zu mehr Erfolg

Entscheidern in kleinen und mittleren Unternehmen stellt sich immer häufiger die Frage, ob und wie sich ihr Unternehmen sozial engagieren soll. Und wenn ja, wen soll man dann überhaupt unterstützen und welche Anfragen sagt man besser ab? Bietet soziales Engagement tatsächlich die Chance, das eigene Unternehmensprofil zu schärfen? Wird ein Unternehmen, das sich deutlich sichtbar sozial engagiert und so Position bezieht, für Kunden und Mitarbeiter wirklich attraktiver? Wie gestaltet man eine solche Partnerschaft und wie kommuniziert man das Ganze am besten glaubwürdig?

Fazit: Corporate Citizenship ist für jedes Unternehmen - unabhängig von seiner Größe - eine hervorragende Option, nicht nur den Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten, sondern gleichzeitig mit diesem Engagement einen äußerst vielfältigen und nachhaltigen Nutzen für die eigene geschäftliche Entwicklung erzielen. Das bedeutet aber auch Abkehr von der bisherigen Spendenpraxis hin zu einem selbstbewussten Handeln als Corporate Citizen , so  Jörg Mann in seinem Beitrag in föderland.de .

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