CSR und Mediensponsoring: Fachverband für Sponsoring FASPO appelliert an Rundfunkkommission der Länder für den Erhalt von Mediensponsoring
Sponsoring ist heute das wichtigste Kommunikationsinstrument nach der klassischen Print- und TV-Werbung. Allein in Deutschland investiert die Wirtschaft 2008 rund 4,6 Mrd Euro für Sponsoring in Sport, Kultur und Public (Quelle: Sponsor Visions). Auch in Österreich und der Schweiz steigt der Anteil der Sponsoringausgaben an den gesamten Werbeinvestitionen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten.
Für die Wirtschaft ist es von großer Bedeutung, ihr ständig wachsendes kulturelles und soziales Engagement in Sinne einer Corporate Social Responsibility - auch im Breiten- und Spitzensport -allen Bevölkerungsschichten vermitteln zu können.
Die Wirtschaft müsse daher Kommunikationsfreiheit in der Gesellschaft genießen, also auch auf Veranstaltungen und in den Medien, vergleichbar der Meinungsfreiheit des Bürgers und der Pressefreiheit der Medien. Das von Privatsendern, Verlagen und Parteienvertretern in den vergangenen Monaten geforderte Verbot von Werbung und Sponsoring auf ARD und ZDF als Reaktion auf deren Programmverlängerung im Internet, hält der FASPO auch für wettbewerbsrechtlich fragwürdig. FASPO-Präsident Bernd Reichstein: “Das Duale Rundfunksystem soll nicht Marktanteile im Werbemarkt regeln, sondern den öffentlichen Programmauftrag qualitativ sicherstellen.”
Im weitesten Sinne besagt § 11 Rundfunkstaatsvertrages, dass sich die wachsende Bedeutung der Wirtschaftsförderung in sozialen, kulturellen und sportlichen Projekten auch in öffentlich-rechtlichen Programmen lebensnah widerspiegeln kann. Dieses hat heute stark zunehmende Bedeutung, denn die staatliche Förderung von Sport, Kultur und sozialen Institutionen ist rückläufig.
Im Vorfeld einer Anhörung der Rundfunkkommission der Länder am 28. August in Wiesbaden spricht sich daher der Fachverband für Sponsoring FASPO im Sinne des Dualen Rundfunksystems für den Erhalt von Sponsoring und Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Hörfunk aus. Das angedachte Sponsoringverbot von Sendungen nach 20 Uhr lehnt der Verband als willkürlichen und jeglicher Grundlage entbehrenden Kompromiss ab.