Beispiel für Employer Branding: Mars spricht Mitarbeiter und Bewerber mit markenübergreifender Strategie an
Um qualifizierte und zum Unternehmen passende Mitarbeiter zu finden und zu halten, müssen Firmen ihr Profil als Arbeitgeber schärfen. Deshalb präsentiert sich Mars Bewerbern künftig mit einheitlichem Auftritt und prägnantem Credo. Die Employer-Branding-Kampagne des Unternehmens startet im September.
Angesichts des demographischen Wandels und einer zunehmenden Konkurrenz um Fachkräfte steigt in Deutschland die Bedeutung des Employer Branding. So hat die Deutsche Employer Branding Akademie (DEBA) im Jahr 2007 in einer Umfrage festgestellt, dass sich mittlerweile rund 90 Prozent der Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern mit dem Thema Employer Branding beschäftigen. So auch Mars: Um Bewerber anzusprechen, setzte das Unternehmen bislang auf die Stärke seiner bekannten Marken wie Mars, Snickers, Uncle Bens, Whiskas und Pedigree. Künftig liegt der Fokus auf der übergreifenden Positionierung des Unternehmens als Arbeitgeber, mit dem sich Mars in den Bewerbermärkten und gegenüber den eigenen Mitarbeitern profiliert. Im Zentrum der Strategie steht der Begriff der Freiheit, die in ganz besonderer Weise in der Arbeitswelt von Mars erlebbar ist.
Freiheit im Vordergrund
Für Stellenausschreibungen, Image-Anzeigen, Bewerberbroschüren, die Karriereseiten auf www.mars.de sowie Auftritte bei Job-Messen kommen verschiedene Motive zum Einsatz: Blickfang ist immer die Weltkugel, das zentrale Bildelement der Corporate Identity des Familienunternehmens. Je nach Motiv wird der Globus kreativ verfremdet, um so bestimmte Elemente der Unternehmenskultur herauszustellen. Potenzielle Bewerber und Jobkandidaten spricht Mars zudem mit dem Motto “Freedom takes courage. We take the courageous” an. Ist allgemein vom Unternehmen Mars die Rede, lautet das Credo “Where freedom works”.
Gute Chancen für couragierte Bewerber
Das Unternehmen erreicht damit diejenigen Bewerber, die besonders gut zu Mars passen: entscheidungsfreudige und mutige Menschen, die Initiative zeigen und mit Freiräumen gut umgehen können. Ihnen bietet Mars die Chance, zu gestalten und den entscheidenden Unterschied zu machen. Das Unternehmen gehört zu den “Top Arbeitgebern in Deutschland” (2006 und 2007) und hat sich mit der Auszeichnung zur “Fair Company” verpflichtet, Praktikanten eigene Projekte zu übergeben, um sie lehrreiche Praxiserfahrungen machen zu lassen.
Starke Einbindung der Mitarbeiter
Strategie und Kampagne für die neue Arbeitgebermarke sind das Ergebnis eines europaweiten Prozesses. Bei der Entwicklung der Employer Branding Strategie wurde Mars von der Deutschen Employer Branding Akademie (DEBA) unterstützt. Die Europakampagne für den neuen Auftritt als Arbeitgeber entwickelte die Agentur Etwas Neues entsteht in Berlin. Verantwortlich zeichnet Roland Stein, Talent Director Europe bei Mars. Sein Projektteam mit Mitgliedern aus zahlreichen Ländern führte Stein aus der Europazentrale von Mars Petcare in Verden.
Über die Grenzen von Marken und Nationen hinweg wurden auch die eigenen Mitarbeiter in die Entwicklung der Employer-Branding-Strategie eingebunden. Stein und sein Team fragten mit Hilfe der DEBA zum Beispiel die Beschäftigten unterschiedlicher Standorte, wofür Mars als Arbeitgeber stehe. “Viele Freiheiten, hohe Verantwortung, unternehmerisches Arbeiten, Raum für Initiative” lautete der Tenor der Antworten. “Auf diese Weise ist es uns gelungen, die Unternehmenskultur bei Mars tatsächlich zu erfassen”, so Stein. “Weil wir unsere Mitarbeiter binden wollen, war diese gemeinsame Arbeit zusätzlich wichtig.”
Die Kampagne wurde zunächst intern vorgestellt und wird nun ab September sukzessive umgesetzt. Erstmalig in der Unternehmensgeschichte beteiligen sich alle westeuropäischen Standorte. Weitere Niederlassungen auf der ganzen Welt haben bereits Interesse an der Einführung des neuen Auftritts als Arbeitgeber bekundet.