US-Studie: Warum “Grün” ein Buzzword für viele Verbraucher ist
zumindest in den USA. So die Erkenntisse einer Studie der Shelton Group, einem Marktforschungsunternehmen, das mit der Aussage wirbt “wir verstehen was der Verbraucher von Energie, Effizienz und Nachhaltigkeit versteht”.
Auf die Frage: Welche der folgenden Begriffe für Umweltschutzmaßnahmen erzielt die höchste Resonnanz bei Konsumenten
a) Naturschutz
b) Grün
c) Energieeffizienz
d) Nachhaltigkeit
lautet die Antwort: c).
Die Studie zeigt, dass 88,2 % der Befragten sich positiv angesprochen fühlten bei dem Ausdruck “Energieeffizienz”. Bei “Naturschutz” waren es 74 %, bei “Grün” 61,5 % und bei “Nachhaltigkeit” 63,5 %.
Die Erklärung dafür ist relativ simpel: Unter “Energieeffizienz” können sich die meisten Menschen konkret etwas vorstellen (Licht ausschalten, Klimanalage nicht so kalt einstellen, ein Hybrid-Auto kaufen etc.). Ein Begriff mit klaren Handlungsanweisungen.
Der Begriff “Grün” wirkt dagegen für die meisten zu abstrakt, er kann alles betreffen, wird häufig auch als Marketingbegriff eingestuft mit der Intension “die Umsätze anzukurbeln”.
Andere Punkte der Präsentation waren die Erkenntnisse:
- Viele Konsumenten sind “Umweltschützer im Lehnstuhl”. Sie sehen viele Dinge, die andere tun, würden es aber selber nicht nachmachen, außer es ist einfach und es spart Geld.
- Viele Konsumenten wissen nicht was richtig und hilfreich ist. Es gibt einen Bedarf an einer “3. Stelle” die Qualitätssiegel für Produkte und Dienstleistungen vergibt und sagt was gut und hilfreich ist.
- Konsumenten assoziieren “Energieeffizienz” und “Grün” mit höheren Kosten.
- Aber auch die Wirtschaftkrise in den USA macht sich bemerkbar. Auf die Frage: “Sie bekommen 10.000 $ um diese in Ihre Wohnung zu investieren, was würden Sie damit machen?” haben 2007 die meisten noch gesagt, sie würden damit ihren Boden ausbessern und ihre Arbeitsplatten ersetzen. 2008 haben die meisten gesagt, sie würden ihre Heizung und ihre Klimanalage modernisieren - um Energie zu sparen.