Archive for Oktober, 2008

US-Studie: Warum “Grün” ein Buzzword für viele Verbraucher ist

zumindest in den USA. So die Erkenntisse einer Studie der Shelton Group, einem Marktforschungsunternehmen, das mit der Aussage wirbt “wir verstehen was der Verbraucher von Energie, Effizienz und Nachhaltigkeit versteht”.

Auf die Frage: Welche der folgenden Begriffe für Umweltschutzmaßnahmen erzielt die höchste Resonnanz bei Konsumenten

a) Naturschutz

b) Grün

c) Energieeffizienz

d) Nachhaltigkeit

lautet die Antwort: c).

Die Studie zeigt, dass 88,2 % der Befragten sich positiv angesprochen fühlten bei dem Ausdruck “Energieeffizienz”. Bei “Naturschutz” waren es 74 %, bei “Grün” 61,5 % und bei “Nachhaltigkeit” 63,5 %. 

Die Erklärung dafür ist relativ simpel: Unter “Energieeffizienz” können sich die meisten Menschen konkret etwas vorstellen (Licht ausschalten, Klimanalage nicht so kalt einstellen, ein Hybrid-Auto kaufen etc.). Ein Begriff mit klaren Handlungsanweisungen.

Der Begriff “Grün” wirkt dagegen für die meisten zu abstrakt, er kann alles betreffen, wird häufig auch als Marketingbegriff eingestuft mit der Intension “die Umsätze anzukurbeln”.

Andere Punkte der Präsentation waren die Erkenntnisse:

  • Viele Konsumenten sind “Umweltschützer im Lehnstuhl”. Sie sehen viele Dinge, die andere tun, würden es aber selber nicht nachmachen, außer es ist einfach und es spart Geld.
  • Viele Konsumenten wissen nicht was richtig und hilfreich ist. Es gibt einen Bedarf an einer “3. Stelle” die Qualitätssiegel für Produkte und Dienstleistungen vergibt und sagt was gut und hilfreich ist.
  • Konsumenten assoziieren “Energieeffizienz” und “Grün” mit höheren Kosten.
  • Aber auch die Wirtschaftkrise in den USA macht sich bemerkbar. Auf die Frage: “Sie bekommen 10.000 $ um diese in Ihre Wohnung zu investieren, was würden Sie damit machen?” haben 2007 die meisten noch gesagt, sie würden damit ihren Boden ausbessern und ihre Arbeitsplatten ersetzen. 2008 haben die meisten gesagt, sie würden ihre Heizung und ihre Klimanalage modernisieren  - um Energie zu sparen.

Mafo 2.0: G&J medientrend

Wer schon immer mal an einer Marktfroschungsstudie teilnehmen wollte, kann dies künftig bei Gruner & Jahr machen. Der Verlag betreibt die Online-Plattform “G+J medientrend” und wirbt damit, dass derzeit bereits 5.000 Personen zu Umfragen aus dem Medien-Bereich und zu persönlichen Meinungen teilnehmen - und dabei auch noch Geld verdienen können. 

Für jede vollständige Teilnahme an einer Umfragen erhalten die Teilnehmer Panel-Punkte. 10 Panel-Punkte entsprechen dabei dem Gegenwert von 1 Euro. 100 gesammelte Panel-Punkte ergeben 10 Euro. Für die gesammelten Panel-Punkte können die Teilnehmer Gutscheine bei aktuellen G+J-Partnern erhalten: wie z.B. amazon, Douglas, Saturn, u.a.. Oder aber auch den Betrag an gemeinnützigen Organisationen wie SOS-Kinderdörfer oder Greenpace spenden.

Nachhaltigkeit braucht Neues Denken.

Mut zur Nachhaltigkeit geht nur mit neuen Ideen. Denn der Verbraucher muss mitspielen. Dafür brauchen wir auch ein Neues Denken.  Was den BDU-Preis und McKinsey verbindet.

Bundespräsident Köhler hat am Wochenende in Rostock den Deutschen Umweltpreis des DBU vergebend. In seiner Rede vor den Preisträgern und Gästen mahnte der Bundespräsident größere Anstrengungen zur Erreichung der Klimaschutzziele und Ressourcenproduktivität an. Aber er formulierte auch: Nachhaltigkeit sei aber vor allem eine Frage der persönlichen Haltung und des Lebensstils. Wir alle müssten unsere Einstellungen überprüfen und auf eine neue Balance hinwirken “zwischen den Wünschen des Einzelnen und dem, was die Erde aushält”. Dabei gehe es nicht um Askese, sondern um das Finden von Maß und Mitte für diese Eine unsere Welt. Bewusster und bejahter Verzicht könne einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten.

Ein hehrerer Gedanke, denn die Bereitschaft des Konsumenten für Nachhaltigkeit hört – nicht erst - beim Geldbeutel auf. Zahlreiche Studien, wie auch die soeben veröffentlichte Untersuchung von McKinsey “Helping ‘green’ products grow” über die globale Akzeptanz und Umsetzbarkeit zeigen, dass wir Vordergründig verstehen, dass wir energie-effizientere Autos und Haushaltsgeräte brauchen, aber nicht einsehen, warum wir weniger Fleisch essen sollen oder  weniger häufig in den Urlaub fliegen sollen. Obwohl 87 % der 7.751 befragten Personen in Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Groß Britannien und den USA Angst vor den Umweltbelastungen der von Ihnen gekauften Produkte haben,  gaben nur 33 % an „green products“ je gekauft zu haben oder dies zukünftig zu tun.

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Was ist Qualität? Gedanken über Core-Kompetenz, Funktionen und deren Kapitalisierung

Auf der Veranstaltung kress köpfe live 2008 war es ein zentrales Thema aller Referenten und Interviewpartner, das Thema Qualität. Qualität im Journalismus (guter, weil selbstkritischer Vortrag von Dr. Wolfram Weimer, CR Cicero), Qualität in der Heftausstattung (Patricia Riekel: “Ein  Magazin wie ein Seidenpapier”) oder Qualität der Innovationen (Markus Peichl am Beispiel der Arbeiten der Lead-Academy). Ein paar Tage später der “selbstinszinierende Hilferuf” von Macel-Reich Ranicki anläßlich der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises.

Die Frage, die auch an dem kress-Abend nur angerissen wurde - was ist Qualität? Welche Maßstäbe gelten für eine Qualitätssteigerung? Ist Qualität journalistisch und gesellschafftlich relevante Themen anspruchsvoll aufzubereiten? Oder ist Qualität auch die Nähe zur Community, die Bedürfnisse zu antizipieren, wie Frau Riekel ihre Arbeit für die Bunte beschreibt?

Marcus Peichl beklagt, dass jede andere Branche einen höherer Innovationszyklus besitzt, als die Medienbranche (sinngemäß: “denken Sie daran, wie häufig in der Automobilindustrie neue Modelle von einem Anbieter auf den Markt kommen”). Jetzt könnte man dagegenhalten, das jede neue Ausgabe, jede neue Erscheinungsweise, ein modifiziertes Medienprodukt ist, denn jedes journalistische Produkt lebt. Im Gegensatz zu einem Auto, bei dem eine Modellreihe bis zum nächsten Relaunch unverändert ausgeliefert wird. Aber das ist nicht gemeint. Es geht um die Relevanz im Innvoationsgrad - mehr Innovationsbereitschaft, weniger mee-to.

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Ein weiterer Anlauf in Sachen LOHAS - aber es gibt (noch) zu wenig Medienangebote für die Werbungtreibende Wirtschaft

“Die kommenden zehn Jahre werden entscheidend sein für zentrale Weichenstellungen im Bereich Klima, Umwelt und soziale Lebensbedingungen.” So die Aussage von Utopia. Deswegen lädt am 15. November Deutschlands größte Community für nachhaltigen Lebensstil die wichtigsten “Changemaker” aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien zur Utopia Konferenz, 10 - a toolbox for the next ten years, nach Berlin ein. Die Vorträge sollen Fragen beantworten, die wir uns alle stellen: Wie werden wir in Zukunft mobil bleiben? Wie werden wir vom Energieverbraucher zum Energie-Produzenten? Wie können wir als Konsumenten die Umwelt- und Sozial-Bilanz von Produkten erkennen? Wie können wir uns so ernähren, dass genug Ressourcen für alle Menschen erhalten bleiben?

Neben den interessanten Referenten fällt die Anzahl und Auswahl der Sponsoren auf, die diese Veranstaltung sowie die am Abend stattfindende Preisverleihung begleiten: Vaillant, Deutsche Post, Lexus und Osram als Hauptsponsoren, A.T. Kearney und SpaceNet AG in Spezialkategorien sowie verschiedene Medienpartner.

Ganz aktuell auch diese Meldung: Mit einem eigenen Verlag wollen etablierte Blattmacher - die unter anderem aus den Häusern Springer und Burda  kommen - im November ein Magazin rund um das Thema Klimaschutz an den Start bringen. Wie so häufig in diesen Tagen, hat man die sogenannten Lohas im Visier…

Oder diese Meldung: Die Global Group Dialog Solutions AG, ein Full-Service-Dienstleister für ganzheitliches Interessenten- und Kundenmanagement im deutschsprachigen Raum, hat für ihr Daten- und Produktportfolio eine neue Variable entwickelt: LOHAS. Diese Variable ermöglicht es dem Unternehmen, die LOHAS – also Menschen, die den „Lifestyle of Health and Sustainability“ pflegen – adressbezogen zu identifizieren. Durch Kooperation mit Nielsen werden LOHAS identifiziert …

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