Studie: Social Media in der Markenführung und im Reputationsmanagement.
Eine Studie der Hamburger Agentur ethorithy, Spezialist in Sachen Word of Mouth Marketing (WOMM), dem Bundesverband der digitalen Wirtschaft (BVDW) und des High Text Verlages belegt, dass deutschsprachige Internet-User am liebsten Online Foren (76,1 %) nutzen, um sich über Marken auszutauschen. Der Anteil der Blog-Meinung beträgt 15,2 %, die der Social-Networks 5,5 % , Micro-Blogging (1,7 %) und Videos (1,4 %).
Anmerkung: Nach der aktuellen FOCUS Studie CN 12.0 (Seite 47) sollen rund 4,5 Mio. Personen Ihren PC zum bloggen benutzen. Davon sind 78 % Blog-”Leser “, 16 % der Blog-Aktivisten lesen und führen einen eigene Blog und 7% der Blogger verstehen Ihren Blog als Tagebuch, ohne aber anderswo zu lesen oder zu kommentieren.
Die konsumentengenerierten Medien im Internet werden damit zu einem immer wichtigeren Bestandteil erfolgreicher Marketingkampagnen. Die Mediennutzung aller Zielgruppen verändert sich - zumindest derzeit - zu Gunsten dieser kollaborativen Online-Medien. Marketing- und Kommunikationsverantwortliche müssen diese Entwicklung in ihrer Markenführung immer häufiger berücksichtigen. Stichwort Reputationsmanagement.
Die Studie Brands in Social Media 2008-2009 untersuchte im Zeitraum von August bis September 2008 ca. 1.100.000 Meinungsäußerungen in Weblogs, Foren, Microblogging Diensten, Social Networks und auf Videoplattformen. Für diese Buzz-Analyse wurden authentische Nutzeräußerungen zu 550 Marken aus 10 verschiedenen Branchen klassifiziert.
Diese Datenmenge wurde durch die ethority Crawler- und Klassifizierungstechnologie gridmaster® erhoben. Dabei wurde die Quantität der Markennennungen auf den jeweiligen Plattformen gemessen und wie stark sich die jeweilige Markenkommunikation auf die Kommunikationskanäle der konsumentengenerierten Medien aufteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass Social Media ein zentraler Marktplatz für Markenempfehlungen sind. Dabei bilden Online-Foren das Epizentrum der Marken- und Produktempfehlung. Im Bezug auf die Quantität von Markennennungen sind Online-Foren der beliebteste Kommunikationskanal bei deutschen Internetnutzern. Diese große Menge der erfassten Äußerungen über alle Branchen hinweg, lassen auf ein überdurchschnittliches Markenbewusstsein in den konsumentengenerierten Medien schließen. Besonders intensiven Austausch über Marken führen im deutschsprachigen Internet die Auto-affinen Internetnutzer. Keine andere Nutzergruppe präsentiert sich derart performativ.
Die vollständige Studie ist im Studienshop des HighText Verlag zum Preis von 500 Euro erhältlich.
Sten Franke, Geschäftsführer von ethority, kommentiert die Ergebnisse wie folgt:(Auszug der PM) „Die Resultate dieser Buzz-Analyse zeigen, wie wichtig Social Media heute für die Markenführung und Kommunikation aber auch für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) geworden sind. So sind durchschnittlich 43% aller markenbezogenen Gespräche für die Bildung einer Käufer-präferenz relevant. Im Bereich Telekommunikation ist jede dritte Verbrauchermeinung, im Bereich Food ist mehr als jede zweite Verbrauchermeinung eine Kaufempfehlung. Diese werden durchschnittlich von 400 bis 50.000 Usern gelesen. Die Frage, ob sich ein Unternehmen für oder gegen ein Engagement in diesem Bereich entscheidet, ist nicht relevant, denn tagtäglich werden von Verbrauchern in Millionen von Beiträgen Marken und Produkte empfohlen, diskutiert und inszeniert. Bis vor einem Jahr noch wurde dieses Phänomen als unkalkulierbare Größe angesehen und von Werbemachern und Marketingmanagern auch gerne übersehen. Gerade die kreativeren Macher dieser Zunft profitieren vom Nutzen der digitalen Mundpropaganda, um neue Produkte, Themen oder Marken ins Gespräch zu bringen und so über Weiterempfehlungen von steigenden Produktverkäufen zu profitieren. Andere wiederum messen in regelmäßigen Abständen die Wahrnehmung oder den Erfolg von Kampagnen, um Kundenbeziehungen nachhaltig zu stärken oder Produkteigenschaften zu verbessern. Klar ist, Marketingver-antwortliche geben die Markenkommunikation nicht aus der Hand, sondern positionieren die Markenbotschaft aktiv in den konsumentengenerierten Kanälen, in der sich die Zielgruppe gerade jetzt tummelt. Dabei sollten Brands auch auf eine ganz elementare Regel im Bereich Social Media achten: im Web 2.0 soll nicht der Kunde die Marken finden, sondern die Marke muss den Kunden finden. Authentizität und Transparenz verhilft der Markenbotschaft, auf allen relevanten Kommunikationsplattformen in Social Media vertreten zu sein.“