Spezialisten der Fraunhofer-Institute ISST und IFF und CosmoCode entwickeln neue Web 2.0 Kommunikationsplattformen für KMU´s
Blogs, Wikis, Portale wie Youtube und Soziale Netzwerke wie Xing haben den Umgang mit dem Internet nachhaltig verändert. Das Potenzial dieser Web 2.0 Technologien erkennen längst auch Unternehmen, doch bleiben viele bei der Umsetzung zögerlich: Besonders für kleine und mittelständische Betriebe (KMU) ist der konkrete Nutzen schwer einzuschätzen.
Im Projekt “ICKE 2.0” (Integrated Collaboration & Knowledge Enviroment) entwickeln Spezialisten vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IF F sowie der Berliner Agentur CosmoCode neue Web 2.0 Kommunikationsportale, die an die Unternehmensbedürfnisse angepasst sind.
Das Projektvorhaben ICKE 2.0 entwickelt eine offene, integrierte Kollaborations- und Wissensumgebung (ICKE-Plattform) für die Vernetzung von Personen und die interpersonelle Kommunikation. Die technische Basis der ICKE-Plattform bildet DokuWiki - eine der erfolgreichsten Open Source Wiki-Plattformen, die unter Federführung der CosmoCode GmbH entwickelt wurde. (DokuWiki gehört als einzige deutsche zu den weltweit Top 5 Wiki-Lösungen, siehe z. B. http://wikicreole.org/wiki/WikiPopularity und www.WikiMatrix.org)
Die ICKE-Plattform umfasst vier Integrationsschwerpunkte (Projektinhalte):
- Web 2.0-Integration: Integration verschiedener Web 2.0-Funktionalitäten
- Office-Integration: Editierbarkeit von Wiki-Inhalten in gewohnter Office-Umgebung
- Web 2.0-Governance: Module zur Qualitätssicherung der Inhalte
- Collaboration: Integration von Groupware (z.B. Kalenderfunktionalitäten)
Integration als technische Grundlagen
“Der Schlüssel für den Erfolg von Web 2.0 in Unternehmen heißt Integration: Aus vielen isolierten Anwendungen wollen wir ein Gesamtsystem erstellen und es in bestehende Unternehmens-Infrastrukturen integrieren”, so Dr. Fuchs-Kittowski, Wissenschaftler am Fraunhofer ISST. Als technische Grundlage muss daher zusammengeführt werden, was bislang noch nicht zusammenpasst: Einerseits werden unterschiedliche Web 2.0 Anwendungen wie Wikis und Weblogs miteinander abgestimmt und in ein gemeinsames System zusammengeführt, wo sich ihre Funktionen zum Beispiel als Bliki ergänzen. Auf der anderen Seite werden die Anwendungen in ERP- und Content Management-Systeme integriert, um bestehende Geschäftsprozesse zu unterstützen.
Wirtschaftlichkeit von Web 2.0
Um konkrete Einsatzbereiche in den Unternehmen zu identifizieren und effizient zu nutzen, setzen die Experten von Fraunhofer und CosmoCode auf systematische Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Web 2.0-Einführungsstrategien. “Für viele Unternehmen ist es schwierig, die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen für Web 2.0 Anwendungen zu schaffen”, weiß Stefan Voigt, Wissenschaftler am Fraunhofer IFF. “Während große Unternehmen die Ressourcen haben, auch einmal mit dem Einsatz von Social Software zu experimentieren, Erfahrungen zu sammeln und entsprechende Kompetenzen aufzubauen, stehen viele KMU erst einmal vor Problemen.” Mit dem systematischen Vorgehen wollen die Experten insbesondere erreichen, dass KMU auch außerhalb der Informationswirtschaft der Einstieg ins Web 2.0-Zeitalter gelingt, wo die Einstiegsbarrieren oft am größten sind.