Archive for Januar, 2009

Studie: Social Networks - und wer sich darin tummelt

Der Onlinedienst “E-Marketer”, ein Plattform für Marktforscher, Analysten und Trendforscher, hat gemeinsam mit Pew Internet die Studie “Social Network User Demographics” veröffentlicht, die Auskunft über die weltweite Nutzung von Social Networks gibt.

  • Die Hälfte (54 %) der Intenetbevölkerung ist demnach zwischen 18 und 44 Jahren, wobei der Anteil der “Erwachsenen” ständig und überproportial wächst. Die relativ, also auf Basis der eigenen Entwicklung, am stärksten wachsende Gruppe ist die Zielgruppe der 70 - 75-Jährigen.
  • Teanager und die Generation Y (18-32 Jährigen) finden in im Netz ihre sozialen Netzwerke und Unterhaltung.
  • Die älteren Generationen nutzen das Internet für Suchfunktionen, zum Einkaufen und zur Erledigung Ihrer Bankgeschäfte. Im Gegensatz zu den jüngeren Zielgruppen, wo die Kommunikation, bloggen und chatten im Vordergrund stehen, nutzen älteren Generationen hauptsächlich e-mail-Funktionen zur Kommunikation.
  • Gefragt bei allen Zielgruppen sind Videodownloads, Reisebuchungen online sowie den Beruf begleitende Auskünfte und Informationen.
  • 65,5 % der Deutschen Internetbenutzer nutzt Social Networks. Im internationalen Vergleich befinden wir uns damit im Mittelfeld. Die höchste Penetration haben Kanada und Brasilien mit 86,5 % resp. 85, 3 %, die geringste Taiwan mit nur 42,9 %.

Uni St. Gallen: Exzellenzinitiative “Responsible Corporate Competitiveness”

“Responsible Corporate Competitiveness” ist eine 2008 gegründete Exzellenzinitiative der Universität St.Gallen. An ihr beteiligen sich rund 30 Professor(Innen) und Wissenschaftler(Innen) aus verschiedenen Disziplinen und Instituten. Inhaltlich stehen die Herausforderungen einer verantwortungsvollen Führung und Strategie von Unternehmen im Fokus.

Konkret stellt sich die Frage nach organisationalen und individuellen Fähigkeiten, die für die Bewältigung von zentralen Spannungsfeldern in diversifizierten Unternehmen erforderlich sind. Wie kann durch die Gruppenebene nachhaltig ein Mehrwert für die einzelnen Geschäfte generiert werden, den diese alleinstehend nicht realisieren können? Zu diesem Zweck werden ausgewählte Themen in Form von Forschungsprojekten, Workshops, Fallstudien, Konferenzen etc. untersucht. Erkenntnisse werden an Wissenschaft, Führungskräfte, Studierende, Medien und die allgemeine Öffentlichkeit weitergegeben. Ziel der Exzellenzinitiative ist es zu einem der führenden Zentren für Corporate Management in Europa zu werden.

Aktueller Hintergrund: Das Ausmass der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stellt auch die Wissenschaft vor neue Herausforderungen. Nun nehmen erstmals 15 Professorinnen und Professoren der Universität St.Gallen (HSG) in einer gemeinsamen Publikation Stellung. Unter dem Titel “Konsequenzen aus der Finanzmarktkrise - Perspektiven der HSG” analysieren sie deren Ursachen und Konsequenzen. Die Publikation liefert neue Lösungsansätze im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

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Studie: Wachstumspotentiale in der Internetnutzung im internationalen Vergleich

Die europäische Community-Plattform mit einem redaktionell geprüften Content “Donwload CHIP.eu” hat von Juli - Oktober 2008 insgesamt 4.095 Teilnehmer in 9 europäischen Ländern in einer Webtrend-Studie nach deren Nutzungsgewohnheiten befragt.

  • Die Ergebnisse zeigen, dass in den Ballungsräumen Osteuropas das Internet längst angekommen ist und in all seinen Facetten genutzt wird. Fehlenden technische Infrastruktur erklärt in mehreren Ländern die Fokussierung auf die Nutzung in den Ballungsräumen.

Die englischsprachigen Nutzer stellen eine echte Avantgarde dar: Hier finden sich Nutzer aus UK, aberauch zu großen Teilen aus Nordamerika, West- und Osteuropa. Die erfaßten Teilnehmer in dieser Gruppe können als Vorläufer einer digitalen urbanen Jugend gesehen werden, die echte „young urban digital generation“.

Diese „young urban digitals“ haben ihren Schwerpunkt auch in den westlichen Ländern in Ballungsräumen, sind hoch affin zum mobilen Internet, haben hohe Nutzungsraten und Zukunftserwartungen zu Film- und Musik-Downloads, zeigen das höchste Interesse an Communities und Kontaktnetzwerken und sind damit auch Symbol und Vorreiter für die Online Elite in anderen Sprachbereichen.

  • Große Offenheit für Innovation und große Erwartungen an die künftige Nutzung finden sich in Russland und der Türkei. Hier werden die größten Wachstumsschübe erwartet.
  • Zusammen mit den Nutzern aus Polen sind diese Länder auch herausragend in ihrer Einschätzung zur künftigen Nutzung des Internets per Handy.
  • Online Shopping ist in der Befragungsgruppe in allen Ländern schon angekommen, teilweise mit überraschend hohen Werten (Polen, Tschechien). Die größten Zuwächse werden aber auch hier in Russland und der Türkei erwartet – und von der englischsprachigen „young urban digital generation“.
  • Die selben Länder bzw. Sprachen (RU, TR, UK) führen auch dann, wenn es um die künftige Nutzung von Film- und Musik-Downloads geht – Entertainment wird hier stark gewünscht.
  • Ungarn, Polen und Tschechen nehmen nach ihren Nutzungsmustern eine „westlichere“ Rolle ein. Die Internetznutzung ist gut entwickelt und steht auf breitem Fundament, Ecommerce ist der hier betrachtetenOnline-Elite nahe und auch das Web übers Handy wird schon stark genutzt.
  • Die Erwartungshaltungen zur Zukunft in diesen Ländern sind jedoch defensiver als in Russland und der Türkei und auch der Wunsch nach Entertainment oder Social Web ist zurückhaltender. Dies kann alsIndikator für schon erreichte Marktreife interpretiert werden, zeigt aber auch nationale Eigenheiten in der Web-Nutzung.

Die komplette Studie bietet Download Chip.eu hier an

Innovationsmanagement

Unsere Bundeskanzlerin hat gesagt das Deutschland in der Krise auch eine Chance sieht. Diese Sichtweise ist nicht ganz verkehrt, denn sie kommuniziert damit Optimismus und sagt ein “Weiter so” ist keine wirkliche Option.

Gefragt und in alle Munde ist in diesen Tagen der Begriff “Innovationsmanagement”. Doch was bedeutet das? Innovationsmanagement ist die systematische Planung, Umsetzung und Kontrolle von Ideen in Organisationen. Im Unterschied zu Kreativität, die sich mit der Entwicklung von Ideen beschäftigt, ist Innovationsmanagement auf die Verwertung von Ideen ausgerichtet. Innovationsmanagement beschäftigt sich nicht ausschließlich mit der Umsetzung von neuen Ideen. Auch eine Kombination von bereits Bekanntem oder eine Idee, die einer Zielgruppe noch unbekannt ist, kann als Innovation gelten.

Aber das bedeutet, dass zuerst einmal (auch!) - auch in Kriesenzeiten - Kreativität gefragt ist. Und Kreativität bedeutet die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns. Also des Querdenkens, der andersartigen Herangehensweise an ein Thema.

Freie kreativität hilft vielleicht auch, aber besser ist die gesteuerte kreaitve Auseinandersetzung eines Problems, denn die meisten Probleme in Organisationen können nur mit der notwendigen Prozesskompetenz bewältigt werden. Und das bedeutet in der Regel, dass interdisziplinäre Gruppen gebildet werden müssen.

Ein schönes Beispeil liefert McKinsey Quarterly unter dem Stichwort “The crisis: A new era for management”. Unter derRubrik “Innovation” liegt ein Video-Interview mit Judy Estrin, ehemaliger CTO von Cisco and eine der erfolgreichsten entrepreneurs im Silicon Valley, und zeigt wie wichtig Marktforschung und interdiszipliäres Verstehen für innovatives Konzipieren und Handeln ist.

Wer noch Zitate für sein Innovationsmanagement sucht wird bei den Querdenkern Förster&Kreuz fündig - 99 Zitate für Business-Querdenker ;-).

Studie: CSR im Mittelstand - 2/3 sagen es ist wichtig, aber nur 15 % sehen Engagement als Teil der Unternehmensstrategie

Im deutschen Mittelstand hat die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung einen großen Stellenwert, doch das von den Unternehmen eingesetzte Geld wird nahezu ungeplant ausgegeben: Nur in 15 Prozent aller mittelständischen Unternehmen sind Projekte zur Corporate Social Responsibility - kurz CSR - Teil der strategischen Planung.

Zu diesem Ergebnis kommt die TrendScan Wirtschaft Studie 2009 der Bonner Kommunikationsagentur Bonne Nouvelle und TÜV Rheinland Impuls zum Thema “Vom guten Geschäft mit dem schlechten Gewissen - CSR im deutschen Mittelstand”, für die von der Universität Bonn bundesweit 503 mittelständische Unternehmen befragt wurden.

“Es kommt entscheidend darauf an, soziale Projekte und gesellschaftliche Aktivitäten strategisch klug in die Wertschöpfungskette zu integrieren. Aber genau das findet nicht statt, obwohl dieses Engagement maßgeblich zum Aufbau und Ausbau unternehmerischer Handlungsspielräume beitragen kann”, so Dr. Stefan Poppelreuter, Projektverantwortlicher der für die Analyse der Ergebnisse verantwortlichen Managementberatung TÜV Rheinland Impuls.

Die TrendScan Wirtschaft Studie 2009 zeigt sehr deutlich, dass das Gros des deutschen Mittelstandes die Funktionsweisen und Chancen von Projekten der sozialen Verantwortung nicht zu nutzen versteht.

  • Für 62 Prozent der insgesamt 503 befragten Unternehmen nimmt das Thema zwar einen großen Stellenwert ein. Aber in nur 32 Prozent der Fälle gibt es ein festes Budget, bei nur 15 Prozent der Unternehmen ist CSR Teil der strategischen Planung.
  • 68 Prozent der Unternehmen prüfen den Erfolg von CSR-Maßnahmen gar nicht oder lediglich intern. Dazu passt auch das Ergebnis, dass nur 11 Prozent der befragten Unternehmen externe Beratung zur Unterstützung hinzuziehen und lediglich 56 Prozent der Befragten ihre CSR-Aktivitäten kommunizieren.

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