Archive for Februar, 2009

Gegen die Austauschbarkeit: “Rundfunkgebühren? Ja, aber bitte für besseres Fernsehen!”

Rundfunkgebühren sollen dazu dienen, ein kommerziell unabhängiges und anspruchsvolles Programm zu garantieren. Leider halten sich ARD und ZDF nur unzureichend daran, meint das satirisch-kritische Online-Magazin Fernsehkritik-TV und hat am Donnerstag die Kampagne “Dafür zahl’ ich nicht” gestartet - eine Kampagne gegen die zunehmende Verflachung bei ARD und ZDF.

Die Aktion ist eine Parodie auf die GEZ-Kampagne “Natürlich zahl’ ich” und ist absichtlich in einem ähnlichen Erscheinungsbild gehalten. In diversen deutschen Kinos läuft ein 18-sekündiger Kinospot, zudem ist die Seite www.dafuer-zahl-ich-nicht.de online gegangen.

Mit der Kampagne will Fernsehkritik-TV die Gebührenzahler dazu bringen, endlich mehr Druck auf die öffentlich-rechtlichen TV-Sender auszuüben. Holger Kreymeier, Produzent von Fernsehkritik-TV: “Die ARD startet im April die fünfte Daily Soap in ihrem Programm, das ZDF nimmt im Informationsbereich immer boulevardeskere Züge an. Dafür zahlen wir nicht unsere Gebühren.”

Kreymeier verweist zudem darauf, dass die Öffentlich-Rechtlichen alles andere als unabhängige Medien sind, wie es in den GEZ-Spots behauptet wird: “Man sieht dies doch am derzeitigen Gezerre um den ZDF-Chefredakteur Brender. Auch die Suche nach einem Intendanten war vor einigen Jahren schon eine Politfarce. In der ARD ist es genauso verkrustet.”

Die Kampagne beinhaltet aber auch Forderungen - die wir aus den Entwicklungen aus anderen EU-Staaten kennen- wie z.B. “Die Öffentlich-Rechtlichen müssen absolut werbefrei werden, und es darf keine Quotenmessungen für ARD und ZDF mehr geben. Zum Bildungsauftrag gehört es, ein Programm unabhängig von Kommerz und Quote zu machen. Das ist der Sinn von Fernsehgebühren.”

Uni St. Gallen: Wie der Internethandel die Verschmelzung zweier Handelswelten beinflußt

Die neue Waschmaschine im Laden erstehen oder via Internet bestellen? Bei den Schweizer Verbrauchern nur noch eine Frage der persönlichen Vorliebe, denn immer mehr von ihnen kaufen über das Internet ein. Allein im Jahr 2008 kauften die Schweizer Konsumenten Produkte im Wert von rund 5.87 Mrd. Franken via Internet - über 38 Prozent Steigerung in zwei Jahren. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie des Gottlieb Duttweiler Lehrstuhls für Internationales Handelsmanagement der Universität St.Gallen.

Präsentiert werden die Ergebnisse am 28. April 2009 auf dem grössten Schweizer Internet-Kongress, dem “St.Galler Internettag”. Die Neuauflage der Studie (479, - CHF oder auf dem Internettag) zeigt, wie sich das Internet in zehn Jahren zu einem zentralen Verkaufskanal im Handel entwickelt hat.

Verschmelzung zweier Handelswelten

Den neuen Trends der Studie folgend beschäftigt sich der “St.Galler Internettag 2009″ diesmal mit der “Verschmelzung zweier Handelswelten”. Der Kongress beleuchtet neben den Entwicklungen im Internet insbesondere deren Auswirkungen für etablierte Anbieter im Handel. Die elektronische und zugleich soziale Vernetzung von Unternehmen, Konsumenten und neuen Drittanbietern zieht grundlegende Neuerungen in der Handelslandschaft nach sich. So verschwimmen zum Beispiel zunehmend die Grenzen des Marketings zwischen Herstellern und Händlern.

Gut informiert an die Ladentheke

“Die Auswirkungen des Internets auf den Handel sind weitaus stärker als es in der Umsatzentwicklung zum Ausdruck kommt”, fasst Prof. Dr. Thomas Rudolph, Direktor des Forschungszentrums für Handelsmanagement (Institute for Retail Management IRM-HSG) die Studienergebnisse zusammen. Innerhalb von zehn Jahren ist das Internet für Verbraucher von einer neuen Technologie zu einer selbstverständlichen Informationsquelle im Alltag geworden: Vor dem Kauf erkundigen sich die Konsumenten gut über verschiedene Kanäle. “Wo der Erlebniseinkauf im Vordergrund steht, möchten Kunden sowohl das Ladengeschäft als auch die Händler-Webseite nutzen”, erläutert Rudolph den aktuellen Trend im Nutzungsverhalten der Internetkunden.

2°-Studie: Klimaschutz ist erwünscht, aber ohne klaren Zusatznutzen nicht kaufentscheidend

Was wünschen sich Verbraucher in puncto Klimaschutz? Was motiviert Verbraucher, eine klimafreundliche Alternative zu bevorzugen?

Einige Zeit drehte sich die Diskussion um klimafreundlichen Konsum im Kreis. Die Experten forderten klimafreundlichere Produkte, Unternehmen zweifelten an der Nachfrage, und die Verbraucher sahen sich nicht in der Lage zu beurteilen, was klimafreundlich ist. Insgsamt schien vor allem eine Option zu dominieren – Einschränkung. Klimaschutz hieß bisher vor allem: „Weniger!“. Kaum einer wusste aber aus dem „Weniger“ ein „Mehr“ zu machen und die Themen Klimaschutz und Konsum gemeinsam zu betrachten.

Gemeinsam mit der auf CSR-Themen spezialisierten Unternehmensberatung response und der GfK geht die Initiative  “2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz” - eine ist eine Initiative deutscher Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer und Familienunternehmer die sich im Vorfeld des ine ist eine Initiative deutscher Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer und Familienunternehmer - diesen Aspekten nach.

Die aktuelle 2 Grad Klima-Studie beleuchtet Motive, Zielgruppen und Märkte und liefert Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die Politik, Verbände und Gewerkschaften und die Bevölkerung.

Read more »

Studie: Online Reputation Management als strategische Kernaufgabe für 2009

Die Manager weltweit eint eine Sorge: Zwei Drittel von ihnen befürchten, dass das Image ihres Unternehmens derzeit großen Gefahren ausgesetzt ist. Neben der schwierigen wirtschaftlichen Situation mit steigendem Wettbewerbsdruck und schwer vorhersehbaren Geschäftsentwicklungen birgt das Internet zusätzliche latente Bedrohungen, beispielsweise die unkontrollierte Verbreitung vertraulicher Informationen. Trotzdem werden Reputationsrisiken im Netz noch immer unterschätzt.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Risky Business: Reputations Online™, die die internationale Kommunikationsagentur Weber Shandwick in Kooperation mit der Economist Intelligence Unit durchgeführt hat. Die Experten befragten 703 Führungskräfte aus über 20 Branchen in 62 Ländern.

Gerade in Krisenzeiten, in denen Unternehmen schnell schwierige Entscheidungen treffen müssen, rückt das Internet als Kommunikationskanal in den Fokus: “Unsere Untersuchung zeigt, dass Unternehmen die Möglichkeiten des Internets zunehmend erkennen – aber teilweise noch das vom Web 2.0 ausgehende Risikopotenzial übersehen. Online Reputation Management muss sich an die Spitze der strategischen Agenda bewegen.” so Astrid von Rudloff, CEO von Weber Shandwick in Deutschland.

Folgende Online-Themen wurden mit Hinblick auf ihre Reputationswirkung als besonders kritisch identifiziert:

  • Ein Großteil des oberen Managements hat kaum Bezug zu den Äußerungen seiner Mitarbeiter im Netz: Zwei Drittel der Befragten (66%) sind entweder ahnungslos oder wollen nicht zugeben, dass unzufriedene Mitarbeiter das eigene Unternehmen online schlechtreden.
  • Nur ein Drittel (34%) kennt selbst Fälle von Angestellten, die im Netz Negatives verbreitet haben – Zahlen, die angesichts der spürbar wachsenden Verbreitung des digitalen Geplauders überraschen.

Weiterhin zeigt die Studie, dass CEOs und Vorstände hinsichtlich firmenbezogener Inhalte auf Social Network-Seiten, Videoportalen und Beschwerdeforen deutlich weniger besorgt sind als die Managementebenen darunter (21% vs. 43%).

Read more »