Gegen die Austauschbarkeit: “Rundfunkgebühren? Ja, aber bitte für besseres Fernsehen!”
Rundfunkgebühren sollen dazu dienen, ein kommerziell unabhängiges und anspruchsvolles Programm zu garantieren. Leider halten sich ARD und ZDF nur unzureichend daran, meint das satirisch-kritische Online-Magazin Fernsehkritik-TV und hat am Donnerstag die Kampagne “Dafür zahl’ ich nicht” gestartet - eine Kampagne gegen die zunehmende Verflachung bei ARD und ZDF.
Die Aktion ist eine Parodie auf die GEZ-Kampagne “Natürlich zahl’ ich” und ist absichtlich in einem ähnlichen Erscheinungsbild gehalten. In diversen deutschen Kinos läuft ein 18-sekündiger Kinospot, zudem ist die Seite www.dafuer-zahl-ich-nicht.de online gegangen.
Mit der Kampagne will Fernsehkritik-TV die Gebührenzahler dazu bringen, endlich mehr Druck auf die öffentlich-rechtlichen TV-Sender auszuüben. Holger Kreymeier, Produzent von Fernsehkritik-TV: “Die ARD startet im April die fünfte Daily Soap in ihrem Programm, das ZDF nimmt im Informationsbereich immer boulevardeskere Züge an. Dafür zahlen wir nicht unsere Gebühren.”
Kreymeier verweist zudem darauf, dass die Öffentlich-Rechtlichen alles andere als unabhängige Medien sind, wie es in den GEZ-Spots behauptet wird: “Man sieht dies doch am derzeitigen Gezerre um den ZDF-Chefredakteur Brender. Auch die Suche nach einem Intendanten war vor einigen Jahren schon eine Politfarce. In der ARD ist es genauso verkrustet.”
Die Kampagne beinhaltet aber auch Forderungen - die wir aus den Entwicklungen aus anderen EU-Staaten kennen- wie z.B. “Die Öffentlich-Rechtlichen müssen absolut werbefrei werden, und es darf keine Quotenmessungen für ARD und ZDF mehr geben. Zum Bildungsauftrag gehört es, ein Programm unabhängig von Kommerz und Quote zu machen. Das ist der Sinn von Fernsehgebühren.”