Archive for März, 2009

Führungskräftebefragung 2009: Junge Manager beklagen Defizite bei Werteorientierung in Unternehmen

  • lediglich 24 % der Befragten kennen die Unternehmenswerte Ihres Unternehmens
  • 38 Prozent der Teilnehmer dieser Studie sagen, dass es das Verhalten des /der direkten Vorgesetzten ist, das sie daran hindert die Unternehmenswerte zu leben. Das mittlere Management steht wie ein Puffer zwischen Profitorientierung, kurzfristig definierten Unternehmenszielen einerseits und den werteorientierten Mitarbeitern andererseits.
  • Ein Drittel der Teilnehmer der aktuellen Studie erlebt Werte im Übrigen als wichtig im Umgang mit Kollegen aus anderen Ländern. »Cultural Management « funktioniert überhaupt nur auf der Basis von Werten, die einerseits kulturübergreifend akzeptiert werden können, die andererseits aber so eindeutig definiert sind, dass sie als Hilfestellung in Kooperations- und Konfliktsituationen dienen können.
  • Machtmissbrauch hat es in einem Drittel der Unternehmen gegeben – häufig wurde der Fall nicht wirklich bearbeitet oder geklärt.

Dies sind ein paar Ergebnisse einer aktuellen Studie Führungskräftebefragung 2009 der “Wertekommission - Initiative für Werte Bewusste Führung e. V.“, die in Zusammenarbeit mit dem “Deutscher Managerverband e. V.” enstand. Befragt wurden dafür bundesweit mehr als 500 Führungskräfte im Alter von 26 bis 40 Jahren.

Werte wie Vertrauen und Ehrlichkeit werden für jüngere Führungskräfte in Deutschland immer wichtiger. Zugleich beklagt die Mehrheit von ihnen ein großes Defizit an werteorientierter Führung durch das Top-Management ihrer jeweiligen Unternehmen und eine mangelhafte Umsetzung der formal vorhandenen Wertesysteme.

“Viele Manager haben in der Krise erkannt, dass eine Werteorientierung hilft, in schwierigen Zeiten Kurs zu halten, und die Mitarbeiter glaubwürdig zu motivieren”, erklärte Professor Dr. Burkhard Schwenker, CEO von Roland Berger Strategy Consultants und Mitglied des Kuratoriums der Wertekommission, anlässlich der Vorstellung der Studie. “Besonders die jungen Führungskräfte fordern Werte im Management ein - die Unternehmen tun gut daran, diesen Wunsch zu erfüllen.”

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In der Finanzkriese blühen grüne Ideen …

so stark wie nie. Während vor der Finanzkrise den Kapitalmärkte “Grüne Ideen” der Industrie - und damit die Abkehr von raschem Profitdenken, Luxus und Glamour hin zu nachhaltigem Konsum - den damaligen Idealen noch im Wege standen, sehen heute viele Unternehmen nicht nur ein Notwendigkeit sondern auch wieder eine Chance im Paradigmenwechsel.

Die holländischen Trendbeobachter trendwatching.com sprechen sogar von „den einfachen Ansätzen die zu einem Messsystem mutieren werden“ …from ECO-FRUGAL to ECO-Metering. The future profits will be green … und zählen in Ihrem Trendbericht März auf, wer schon alles auf grün setzt, welchen Status „Green Products“ besitzen und zeigen technische Entwicklungen.

Web 2.0 goes Print

Der AVR Verlag, München, wagt mit braut.de die Rolle rückwärts – von der Online-Community hin zu einem innovativen Printformat. Basis ist die gleichnamige Internetplattform www.braut.de. Was hier online funktioniert soll nun über die haptischen Aspekte und funktionalen Möglichkeiten bedruckten Papiers verlängert und intensiviert werden.

Aus unzähligen e-mail, Bildern und Beiträgen hat der Verlag ein Magazin entwickelt (EVT 11. 03.2009, Startauflage 40.000 Exemplare), dass die schönsten Momente und romantischsten Geschichten rund um das Thema Hochzeit in gedruckter Form zusammengefasst. Dabei werden die wichtigsten Elemente des Mitmach-Webs, persönliche Inhalte einzustellen und die Community daran partizipieren zu lassen, auf ein neues Zeitschriftenformat übertragen. Web 2.0 in gedruckter Form.

Internationale Studie: Gesetzesvorhaben auf Nachhaltigkeit prüfen

Was im ersten Moment etwas zu theoretisch und ethisch eher abgehoben klingt, ist im beim zweiten Hinsehen ein zwingender Ansatz.

Die soziale, wirtschaftliche und ökologische Zukunftsfähigkeit politi­scher Maßnahmen sollte durch die rechtliche Verankerung einer Nachhaltigkeitsprüfung gewährleistet werden. Dazu ist ein Nachhaltigkeitsgesetz notwendig. Ein erster Schritt wäre die Änderung der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie der Freien Universität Berlin im Auftrag der Bertelsmann Stiftung - und geht deutlich über die selbstregulierungsprozesse hinaus. Die Untersuchung beschreibt auch eine mögliche Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsprüfung in Deutschland und vergleicht denkbare Verfahren mit vorhandenen in Belgien, Großbritannien, Irland, der Schweiz sowie der Europäischen Kommission.

Fazit der Studie (ab Seite 103 ff): “Moderne Gesellschaften sehen sich einer Reihe von zentralen Herausforderungen gegenüber, dazu gehören beispielsweise der Klimawandel, die veränderte Altersstruktur der Gesellschaft, die Knappheit natürlicher Ressourcen, die Notwendigkeit der Reduzierung der Staatsverschuldung oder die Gestaltung des wirtschaftlichen Strukturwandels.

Diese Herausforderungen zu bewältigen und zu gewährleisten, dass nachfolgende Generationen dieselben Entwicklungschancen und Lebensbedingungen vorfinden wie wir heute, ist ein zentrales Ziel der Politik, die sich nachhaltiger Entwicklung verpflichtet. Nachhaltige Entwicklung funktioniert in der Praxis nur dann, wenn es gelingt, die übergeordneten Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie in konkrete politische Entscheidungen zu übersetzen. Die Nachhaltigkeitsprüfung stellt hierfür ein geeignetes Instrument
dar. Sie kann als ein Controllinginstrument für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie genutzt werden. Die praktische Relevanz der Nachhaltigkeitsstrategie würde dadurch gestärkt.”

Und ich wage mal die Prognose, dass “Nachhaltigkeit” in diesem oder im nächsten Jahr gute Chancen hätte zum Wort des Jahres gekürt zu werden.

Die Revolution frisst Ihre Kinder. Oder warum Reputationsmanagement immer wichtiger wird

Seit wann gibt es eigentlich das Internet? Etwa seit Ende der 50-Jahre des vorigen Jahrhunderts. 1984 wurde an der Uni Karlsruhe das erste deutsche E-mail empfangen.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Internet? Bei mir war es 1995, als wir die ersten Gehversuche für eine Werbevermarktung von FOCUS Online angestellt haben. Hubert Burda hatte gerade den “Communication Highway” beschritten und  inspiriert von Georg Frank machte das Schlagwort der  “Ökonomie der Aufmerksamkeit” die Runde. Brand yourself: Wer nicht wahrgenommen wird, findet nicht statt.

Dieses Buch, das auf der Rückseite die Sätze

“Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen. Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über Macht, darum verblaßt der Reichtum neben der Prominenz”

trägt, über deren Aktualität und Uniquness und damit der Vergleiche aus der Geschichte, sich trefflich diskutieren ließe, sagt aber eines ganz deutlich: Es kommt auf die Selbstinzinierung an.

Das Internet, oder besser die technsichen Möglichkeiten, die seit den Entwicklungen zum Mitmach-Web jedem offen stehen, haben diese Intension, diese menschliche Bedürfnis nach Anerkennung, Ruhm, Selbstproduktion und Reflektion, unterstützt. Social Media war geboren. Wirklich?

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