Archive for September, 2009

Die Chancen einer Krise bringt neues Denken

  • WAZ Mediengruppe und ZDF beschließen Online-Kooperation. Ab sofort wird die WAZ Mediengruppe Videobeiträge des ZDF auf dem Nachrichtenportal DerWesten.de einbinden.
  • RMS und Ströer präsentieren crossmediale Abverkaufs-Kombi. Diese so genannte AKTIVierungs-Kombi vereint unter ihrem Dach zwei besondere Angebote aus beiden Häusern zu attraktiven Bedingungen: Sie verbindet die exklusive Halbtages-Belegung von rund 1.600 Mega-Light-Plakaten in 84 deutschen Städten mit der analogen Platzierung eines Radio-30-Sekünders, der als Singlespot auf allen Sendern der RMS SUPER KOMBI geschaltet wird.
  • In vertikalen Netwerken wie Glam, Fem, vertical networks werden thematisch passende aber gesellschaftlich konkurrierende Inhalte und Unternehmen unter einem Dach gebündelt, veredelt, vermarktet.

Nur eine Auswahl von aktuellen Meldungen, bei denen eigentlich konkurrierende Unternehmen in den werberelevanten Kommunikationsmärkten nun strategische und taktische Partnerschaften eingehen. Und die aktuelle dmexco bot ein wahres Füllhorn an Optionen, war Marktplatz und Incubator.

Die Medien-Krise schweißt zusammen? Nein, die Medien-Krise generiert neues Denken. Wer Krisen nachhaltig bewältigen will, kann nicht nur renovieren. Die Entwicklungen im Medienbereich haben eine neue Evolutionsstufe erreicht. Nach der ersten Stufe, dem Erlernen der neuer Technologien, dem neuen Nutzungsverhalten und den Anforderungen für Content, Markenführung und Geschäftsmodelle (und den damit verbundenen neuen Dimensionen von Umsatzrenditen) folgt nun die zweite Stufe, der Aufbau partizipativer Geschäftsmodelle.

Nach dem Motto „If you cant beat them, join them“ werden in den Führungsetagen der Medienhäuser die Karten neu gemischt. Ähnlich wie die Trends in der Automobilindustrie – gemeinsamer Plattformen, gemeinsamer Einkauf, getrennte Vermarktung - zieht bei den Medienstrategen ein neues Denken, ein neue Art der Problemlösung ein. Bisherige Leistungsangebote werden – gesellschaftsübergreifend - erweitert oder substituiert und damit zukünftige Marktclaims abgesteckt.

Hintergrund und Treiber sind neben der Stützung der traditionellen Geschäftsfelder die Fragen von Produktionskosten, die Fragen zur zukünftigen Kapitalisierung von digitalen Angeboten und damit zu neuen Marktregeln.  Nicht nur neue Geschäftsfelder sondern neue Partnerschaften, neue Angebote, neue Prozesse - neues Denken, echte Innovation, sichern den Fortschritt und damit den Führungsanspruch von Unternehmen!

Whitepaper von Web Arts zum Thema “Neuromarketing”: Aktuelle Herausforderungen im E-Commerce

Konversion passiert im Kopf des Konsumenten. Unter diesem Leitspruch unterstützt das Bad Homburger Unternehmen Web Arts AG Online-Shop-Betreiber in der Entwicklung ihrer Verkausfportale und hat dabei auch neurologische Erkenntnisse gesammelt. Diese sind in einem Whitepaper, das auf einem aktuellen Studienansatz mit WEB ARTS-Kunden basiert, frei verfügbar ist.

(Auszüge:) Gezeigt wurde den Probanden die Startseiten der Onlineshops von Otto, Baur, Mexx, Esprit, Frontline und Neckermann.

Was können wir daraus ableiten?

  • Die Intensität emotionaler Aktivierung lässt sich im zeitlichen Verlauf sehr präzise per fMRT messen.
  • Verschiedene Shops zeigen signifikant unterschiedliche Aktivierungsmuster.
  • Erste emotionale Aktivierungen sind keine Garantie für hohe Konversion - am Beispiel Frontline zeigt sich, wie schnell die Intensität wieder abflacht.
  • Der Seitenaufbau bei Baur ist komplexer. Eine mögliche Schlussfolgerung wäre:Intensive kognitive Prozesse (lesen, orientieren, erkennen) verhindern eine schnelle emotionale Aktivierung. Erst nach Abschluss dieser Prozesse entwickelt sich die Aktivität in der Amygdala.

Read more »

European Digital Journalism Study 2009: welche Auswirkungen haben die Entwicklungen im Medienbereich auf die klassische Redaktionsarbeit?

Das internationale Oriella PR-Netzwerk hat die Studie „European Digital Journalism” veröffentlicht. Die europaweite Untersuchung zeigt, wie die Digitalisierung der Medien die Arbeitsweise von Journalisten verändert und welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise auf Medien und Journalismus hat. Teilgenommen haben insgesamt 354 Journalisten aller Mediengattungen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Großbritannien. In Deutschland wurde die Studie von den Oriella-Partnern PR-COM und Fink & Fuchs PR durchgeführt.

Neben ein paar interessanten (Selbst-)Einschätzungen über die

  • Entwicklung der Medien,
  • Bedeutung und Einbindung von UGC,
  • die zusätzlichen, aber nicht durch vorheriges Training angeleiteten (Mehr-)Arbeiten für die digitalen Medien
  • Feststellungen, zu einer Konzentration auf Analyse, mehr Exklusivthemen und  eine erhöhte Blogauswertung

gibt es aber auch irritierende Aussagen, wie das die Befragten angeben, dass sich, trotz ihrer Aussagen zu den Fragen der Entwicklungen im Medienbereich, ihre Arbeitssituation eher verbessert hat.

Fazit: Die Studie zeigt (ansatzweise) die Einschätzungen der Journalisten auf die Entwicklungen im Medienbereich und die Auswirkungen auf Ihre Arbeit und zielt dabei auf die Tendenzen im Bereich UCG, Blog, Social Networks etc. und damit auf die Beeinflussungspotentiale aktueller PR-Arbeit.