Archive for the 'Innovationsprozesse' Category

Anne M. Schüller über flüchtende Kunden

Die Wechselbereitschaft der Kunden ist so groß wie nie. Die Illoyalen sind auf dem Vormarsch. Das neue Phänomen heißt: der flüchtende Kunde. Und dies hat nicht nur mit gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun — in den meisten Fällen sind Kundenverluste hausgemacht. Weil Unternehmen immer noch viel zu selbstzentriert agieren und der Kunde eben nicht an erster Stelle steht. Und weil Verkäufer Kunden lieber jagen, anstatt sie zu hegen und zu pflegen. Allerdings: Der Finanz- und Wirtschaftscrash hat überdeutlich gezeigt, was passiert, wenn der schnelle Dollar mehr wert ist als der treue Kunde. Das “alte” Marketing und Managementmethoden aus dem letzen Jahrhundert funktionieren nicht mehr. Es braucht nun schleunigst eine neue Vertriebskultur und vor allem ein neues Umgehen mit dem wertvollsten, was ein Unternehmen heute besitzt: treue Immer-wieder-Kunden und aktive positive Empfehler. Denn nicht Konsumverzicht, sondern Loyalität ist die schärfste ‚Waffe’ des Kunden. Im Gespräch stellt  Anne M. Schüller -  Expertin für Loyalitätsmarketing - insbesondere die Besonderheiten von B2B-Kundenbeziehungen vor und zeigt auf welche Kunden wann und wie für ihre Treue belohnt werden müssen. Der Quick-Tipp von Anne M. Schüller hierzu ist “Wer Kundentreue will, muss Kundentreue belohnen. Machen Sie einen Danke-Tag. D.h. Sie wollen mal nichts verkaufen, sondern Sie danken dem Kunden für Kundentreue.”

Mit freundlicher Genehmigung von media-TREFF.de – der Treffpunkt für B2B Marketing und Werbung von Vogel Business Media

media-treff.de: Sean MacNiven zu Social Media in der Kommunikation von Unternehmen und der Umgang damit bei SAP

Ein weiterer Webcast von der Internet World: SAP hat „Social Media Participation Guidelines” erstellt, um seinen Mitarbeitern eine Hilfestellung zu geben, was bei der Kommunikation im Mitmach-Web erlaubt ist und was nicht. Sean MacNiven, Head of Social Web bei SAP, zeigt im Gespräch mit mir auf wie das Thema Social Media bei SAP betrachtet und im Sinne des Unternehmens genutzt wird: “Die Firma selbst besteht aus über 50.000 Mitarbeiter, die einen Beitrag leisten können zum Gesicht der Firma”. Welche die häufigsten Fehler von Unternehmen zum Thema Social Media sind und welche Rolle der persönliche Kontakt in Zukunft noch spielt, dazu mehr in diesem Interview. Das Internet bietet für B2B Unternehmen “eine sehr große Möglichkeit ein Gesicht für die Firma zu gewinnen und dieses Gesicht mit anderen Gesichtern in Kontakt zu bringen. Also Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.”

media-TREFF.de – der Treffpunkt für B2B Marketing und Werbung von Vogel Business Media – hat Deutschlands großen Internet-Branchentreff mit der Produktion von Webcasts unterstützt. Dabei galt es aktuelle Fragen in der Digitalen Wirtschaft zu beantworten, um Trends und neue Chancen im B2B-Marketing zu identifizieren. „Wir geben Menschen aus der Marketing- und Medienbranche ein zeitgemäßes Bewegtbild-Forum. Mit unserer Video-Interviewserie auf media-TREFF.de gelingt es uns, aktuelle Trends aufzugreifen und den Nutzen für das B2B-Marketing darzustellen“, ist Christian Schmitt - Leiter von media-TREFF.de - überzeugt. -> Impressionen vom WebTV-Dreh auf der Internet World

Weitere Interviews mit Experten aus der Marketing und Media-Welt finden Sie in der Kategorie “WebTV/Im Gespräch“.

Heike Scholz zu Trends, Anwendungen (Apps) und Gedanken zum Mobile Business

Die Nutzung des mobilen Internet auf Handys und Smartphones boomt und Apps finden insbesondere auf dem iPhone einen großen Zuspruch. Ob mit mobilen Angeboten auch Geld verdient werden kann, für welche Branchen und Märkte sich der Kanal Mobile schon lohnt und welche Ziele mit Apps auf iPhone & Co. besser erreicht werden als mit mobile-optimierten Websites, darüber habe ich mich auf der InternetWorld mit Heike Scholz - Herausgeberin von mobile zeitgeist - unterhalten. Welche Rolle dabei Tablet-PCs wie iPad und WePad zugesprochen wird, dazu mehr in diesem Interview. Das bevorzugte Social Media Network von Heike Scholz ist Twitter: “Ich weiß nicht mehr, wie ich ohne Twitter leben kann. Ich bin Twitter-addictet und beziehe einen Großteil meiner Fachinformation für meinen Fachbereich Mobile aus Twitter.”

mit freundlicher Genehmigung von media-TREFF.de – der Treffpunkt für B2B Marketing und Werbung von Vogel Business Media

Internetworld: Prof. Wolfgang Henseler zum Internet of Things - wie sieht das Internet der Zukunft aus?

Webcast von der Internet World aufgezeichnet auf dem Stand von media-treff.de: Ein Höhepunkt des Kongresses der Internet World war das Panel “Internet 2020 - Ein Blick in die Zukunft”. In einem Gespräch mit mir stellt Prof. Wolfgang Henseler die nächste Generation des Internet vor. Gerade im Logistik-Bereich ist das “Internet der Dinge” schon teilweise Realität und sorgt für viele Innovationen und Verbesserungen beim Warenfluss. Welche zentrale Rolle das Design und die Usability von Produkten für Erfolg in B2C sowie in B2B  spielt, dazu mehr in diesem Interview.

media-TREFF.de – der Treffpunkt für B2B Marketing und Werbung von Vogel Business Media – hat Deutschlands großen Internet-Branchentreff mit der Produktion von Webcasts unterstützt. Dabei galt es aktuelle Fragen in der Digitalen Wirtschaft zu beantworten, um Trends und neue Chancen im B2B-Marketing zu identifizieren. „Wir geben Menschen aus der Marketing- und Medienbranche ein zeitgemäßes Bewegtbild-Forum. Mit unserer Video-Interviewserie auf media-TREFF.de gelingt es uns, aktuelle Trends aufzugreifen und den Nutzen für das B2B-Marketing darzustellen“, ist Christian Schmitt - Leiter von media-TREFF.de - überzeugt. -> Impressionen vom WebTV-Dreh auf der Internet World

Weitere Interviews mit Experten aus der Marketing und Media-Welt finden Sie in der Kategorie “WebTV/Im Gespräch“.

Leander Wattig: Die Zukunft des Buches in der digitalen Welt

Leander Wattig, Absolvent (Buchhandel/Verlagswirtschaft) der HTWK Leipzig, Medienberater und Blogger hat in einem interessanten Vortrag die geschichtliche und funktionale Entwicklung des Mediums Buch beleuchtet. Dabei betrachtet und prognostiziert er Herstellung und Distribution der “Buchwelt 2.0″ unter den Einflüssen der digitalen Möglichkeiten ebenso wie die Bedeutung und Optionen von Social Media für das Medium.

Thesen aus seinem Fazit:

  • Keiner kann verläßlich prognostizieren, wie “Bücher 2.0″ genau aussehen werden.
  • Sicher ist, dass es aber nicht nur eine Art von “Buch 2.0″ geben wird.
  • Wahrscheinlich ist, dass es viele, auf die jeweilige Nutzungssituation hin optimierte Buchformen geben wird.
  • Es ist jedoch fraglich, ob wir künftig abgesehen von gedruckten Büchern im Zusammenhang mit längeren Texten überhaupt von Büchern sprechen werden.
  • Viele wichtiger werden die Art der Inhalte und deren Aufbereitung sein.
  • Die Frage lautet künftig also weniger, ob Buch oder Blog oder Zeitung, sondern eher ob Roman oder Gedicht oder Chronik.
  • Zudem müssen Buchtexte nicht mehr “abgeschlossen” werden, um vertrieben zu werden -  Sie können sich endlos und kontinuierlich entwickeln.

Und meint “Im übertragenen Sinne gilt: Die digitalen Medien sind das Buch der Zukunft”

AR - augmented reality. Ein weiterer Ansatz für Konvergenz.

Alle klassiche Medien suchen derzeit nach medien-konvergenten Lösungen. Um neue Geschäftsfelder aufzubauen, um etablierte zu stützen und zu erweitern, für zusätzliche Werbeumsätze oder um eine höhrer Kundenbindung zu erhalten. So experimentiert das Fernsehen mit IPTV, gedruckte Medien arbeiten mir dem CR-Code (Beispiel Die Welt) und neuerdings mit Apps, Zeitschriften zusätzlich mit Flachbildschirmen (früher waren es noch Chips mit Akustiksignalen) und evtl. bald mit AR. AR steht für “augmented reality”, einer “erweiterten Realtität”.

In XING gibt es (seit Juli 2009) eine Gruppe die sich mit dem Thema, der Herkunft und den Entwicklungen und Möglichkeiten zu diesem Thema beschäftigt “… Es eignet sich ideal für Anzeigen, Druckmaterialien und Verpackungen für Konsumgüter. Es ist ein neuer Weg der Visualisierung, cross-medial im Wortsinn…”. Die Absatzwirtschaft berichtet im Schwerdt-Blog über ein Beispiel aus Amerika vom Esquire. Bei empea finden Interessierte Grundlagen, hier am besten den (blauen) Würfel auf “sehen” klicken.

wer-liefert-was? launcht onlineportal für KMUs, die sich über online-marketing schlau machen wollen

Onlinemarketing wird für Unternehmen immer wichtiger. Informationen zu diesem Thema gibt es viele, aber oft sind diese äußerst komplex, sehr technisch und für den Einsteiger unverständlich. Gerade Begrifflichkeiten wie “Klickraten”, “Long Tail”, “Konversionen” oder “Linkjuice” sind für viele Interessierte unverständlich und erschweren eine weitere Beschäftigung mit dem Onlinemarketing. Genau hier setzt das neue Wissensportal www.onlinemarketing-praxis.de an und bietet praxisorientierte Informationen.

Aufgeteilt in die Bereiche Praxiswissen, Fallbeispiele, Downloads und einem ausführlichen Wörterbuch finden Interessierte Informationen über unterschiedliche Marketingstrategien, Anwendungsbeispiele und Begriffe, wie sie gerade immer wieder im B2B-Bereich gefragt sind.

Unterstützt wird “Onlinemarketing-Praxis” von namhaften Partnern wie B2B Online-Marketing Blog, ECC Handel, internet WORLD BUSINESS, Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr und suchradar sowie von der Lieferantensuchmaschine “Wer liefert was?” als Gründer der Initiative.

Webcast Dr. Torsten Schwarz im Gespräch mit mir auf der dmexco

Webcast von der dmexco im Namen von media-treff.de: In den USA ist E-Mail-Marketing der Rettungsanker budgetgekürzter Marketingabteilungen. Aber auch hierzulande merken Marketer, dass die Integration von E-Mail Kosten spart. Dazu zwingt auch die Novellierung des Datenschutzgesetzes, über Alternativen zu Werbebriefen nachzudenken. Welche Trends im E-Mail-Marketing grundsätzlich und auf welche Besonderheiten im E-Mail-Marketing speziell B2B-Unternehmen berücksichtigen sollten, dazu Dr. Torsten Schwarz - E-Mail-Marketing-Guru und Geschäftsfüher der marketing-BÖRSE - im Gespräch mit Michael Schubert.

Im Interview stellt Schwarz auch die Highlights aus seinem neuen Buch “Leitfaden E-Mail Marketing 2.0: Mit Online-Marketing Reichweite erhöhen und Kosten senken” vor. Dieser Leitfaden wurde auf der dmexco exklusiv vorgestellt und auf Twitter promoted. Dr. Torsten Schwarz zur Bedeutung des digitalen Marketings für B2B-Unternehmen: “Wichtig. Ist schon wichtig. Und wird wichtiger, weil die Kommunikation über elektronische Medien ganz selbstverständlich ist. Nicht nur für die Digital Natives, sondern auch für die meisten Menschen die im Berufsleben stehen … weil es eine einfache und effiziente Kommunikation ist.”

„Tue Gutes und lass darüber reden“ - Die neue Formel für die Vermarktung von CSR ?

Wer mit der Deutschen Bahn fährt, findet dort das Kundenmagazin DB mobil. Das Magazin wird G+J Corporate Media GmbH produziert. Vor gut 2 Jahren hat der damalige Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn damit begonnen das Thema „Nachhaltigkeit“ im Magazin zu platzieren. Klassisches und gut gemachtes agenda-setting. Seit dieser Zeit finden sich in jeder Ausgabe Beiträge über Firmen, Personen und Produkte zu diesem Oberthema.

Wer sich von diesem Thema angesprochen fühlt, wer sich Gedanken über sein Konsumverhalten macht, Moralvorstellungen der Gesellschaft und/oder Unternehmen überprüft oder von Energie-Effizienz-Diskussionen davon erfährt und weiter recherchiert, wird feststellen, das die meisten DAX-Unternehmen auf Ihrer Website Nachhaltigkeitsberichte vorhält. Mal mehr mal weniger schnell auffindbar. Mal konkreter mal allgemeiner Formuliert.

Warum, so hatte ich schon an dieser Stelle vor einiger Zeit gefragt, kommt das Thema so schlecht im B2C-Bereich an, sind die zahlreichen Engagements der Unternehmen im Konsumentenbereich so wenig bekannt? In den Consultantdiskussionen fällt immer wieder der Begriff  „Tue Gutes und rede darüber“, was nichts anderes als die Aufforderung zu mehr Aktivität im Öffentlichkeitsbereich ist - und damit auch eine Art der Auftragsbeschaffung. Die Komplexität des Themenfeldes ist eine Facette, die Angst vor dem PR-Gau eine andere.

Auch die Werbevermarkter suchen nach Lösungsansätzen diesen Marktbereich zu kapitalisieren. Dabei muss man vielleicht den Ansatz „Tue Gutes und rede darüber“ nur modifizieren „Tue Gutes und lass darüber reden“.  Stell nicht Dich, sondern Deine Aktionen in den Vordergrund.

Für das didacta Magazin haben wir den Ansatz gewählt, dass Lehrer über Ihre Erfahrungen im Einsatz und mit der Unterstützung von Unternehmen oder Stiftungen schildern, die Schulprojekte unterstützen. Daraus ist eine Serie mit dem Thema “Unternehmersiche Verantwortung in Bildung” entstanden. Die sehr kritische und nicht besonders werbeaffine Zielgruppe „Pädagogen“ wird damit sensibilisiert, wer sich, wie und wo gesellschaftsrelevant im Bildungsbereich engagiert.

Gleiches gilt für andere Märkte. Wer beschäftigt sich mit dem Thema? Warum sollte er sich damit beschäftigen? Wie formuliere ich entsprechende Kommunikationsangebote an Werbungtreibende  - und mit wem muss ich darüber sprechen?

Erst wen dieses Grundverständnis verändert wird, werden Unternehmen weitere Kommunikationsansätze nutzen.

Die Chancen einer Krise bringt neues Denken

  • WAZ Mediengruppe und ZDF beschließen Online-Kooperation. Ab sofort wird die WAZ Mediengruppe Videobeiträge des ZDF auf dem Nachrichtenportal DerWesten.de einbinden.
  • RMS und Ströer präsentieren crossmediale Abverkaufs-Kombi. Diese so genannte AKTIVierungs-Kombi vereint unter ihrem Dach zwei besondere Angebote aus beiden Häusern zu attraktiven Bedingungen: Sie verbindet die exklusive Halbtages-Belegung von rund 1.600 Mega-Light-Plakaten in 84 deutschen Städten mit der analogen Platzierung eines Radio-30-Sekünders, der als Singlespot auf allen Sendern der RMS SUPER KOMBI geschaltet wird.
  • In vertikalen Netwerken wie Glam, Fem, vertical networks werden thematisch passende aber gesellschaftlich konkurrierende Inhalte und Unternehmen unter einem Dach gebündelt, veredelt, vermarktet.

Nur eine Auswahl von aktuellen Meldungen, bei denen eigentlich konkurrierende Unternehmen in den werberelevanten Kommunikationsmärkten nun strategische und taktische Partnerschaften eingehen. Und die aktuelle dmexco bot ein wahres Füllhorn an Optionen, war Marktplatz und Incubator.

Die Medien-Krise schweißt zusammen? Nein, die Medien-Krise generiert neues Denken. Wer Krisen nachhaltig bewältigen will, kann nicht nur renovieren. Die Entwicklungen im Medienbereich haben eine neue Evolutionsstufe erreicht. Nach der ersten Stufe, dem Erlernen der neuer Technologien, dem neuen Nutzungsverhalten und den Anforderungen für Content, Markenführung und Geschäftsmodelle (und den damit verbundenen neuen Dimensionen von Umsatzrenditen) folgt nun die zweite Stufe, der Aufbau partizipativer Geschäftsmodelle.

Nach dem Motto „If you cant beat them, join them“ werden in den Führungsetagen der Medienhäuser die Karten neu gemischt. Ähnlich wie die Trends in der Automobilindustrie – gemeinsamer Plattformen, gemeinsamer Einkauf, getrennte Vermarktung - zieht bei den Medienstrategen ein neues Denken, ein neue Art der Problemlösung ein. Bisherige Leistungsangebote werden – gesellschaftsübergreifend - erweitert oder substituiert und damit zukünftige Marktclaims abgesteckt.

Hintergrund und Treiber sind neben der Stützung der traditionellen Geschäftsfelder die Fragen von Produktionskosten, die Fragen zur zukünftigen Kapitalisierung von digitalen Angeboten und damit zu neuen Marktregeln.  Nicht nur neue Geschäftsfelder sondern neue Partnerschaften, neue Angebote, neue Prozesse - neues Denken, echte Innovation, sichern den Fortschritt und damit den Führungsanspruch von Unternehmen!

Nächste Seite »