Archive for the 'Innovationsprozesse' Category

Leander Wattig: Die Zukunft des Buches in der digitalen Welt

Leander Wattig, Absolvent (Buchhandel/Verlagswirtschaft) der HTWK Leipzig, Medienberater und Blogger hat in einem interessanten Vortrag die geschichtliche und funktionale Entwicklung des Mediums Buch beleuchtet. Dabei betrachtet und prognostiziert er Herstellung und Distribution der “Buchwelt 2.0″ unter den Einflüssen der digitalen Möglichkeiten ebenso wie die Bedeutung und Optionen von Social Media für das Medium.

Thesen aus seinem Fazit:

  • Keiner kann verläßlich prognostizieren, wie “Bücher 2.0″ genau aussehen werden.
  • Sicher ist, dass es aber nicht nur eine Art von “Buch 2.0″ geben wird.
  • Wahrscheinlich ist, dass es viele, auf die jeweilige Nutzungssituation hin optimierte Buchformen geben wird.
  • Es ist jedoch fraglich, ob wir künftig abgesehen von gedruckten Büchern im Zusammenhang mit längeren Texten überhaupt von Büchern sprechen werden.
  • Viele wichtiger werden die Art der Inhalte und deren Aufbereitung sein.
  • Die Frage lautet künftig also weniger, ob Buch oder Blog oder Zeitung, sondern eher ob Roman oder Gedicht oder Chronik.
  • Zudem müssen Buchtexte nicht mehr “abgeschlossen” werden, um vertrieben zu werden -  Sie können sich endlos und kontinuierlich entwickeln.

Und meint “Im übertragenen Sinne gilt: Die digitalen Medien sind das Buch der Zukunft”

AR - augmented reality. Ein weiterer Ansatz für Konvergenz.

Alle klassiche Medien suchen derzeit nach medien-konvergenten Lösungen. Um neue Geschäftsfelder aufzubauen, um etablierte zu stützen und zu erweitern, für zusätzliche Werbeumsätze oder um eine höhrer Kundenbindung zu erhalten. So experimentiert das Fernsehen mit IPTV, gedruckte Medien arbeiten mir dem CR-Code (Beispiel Die Welt) und neuerdings mit Apps, Zeitschriften zusätzlich mit Flachbildschirmen (früher waren es noch Chips mit Akustiksignalen) und evtl. bald mit AR. AR steht für “augmented reality”, einer “erweiterten Realtität”.

In XING gibt es (seit Juli 2009) eine Gruppe die sich mit dem Thema, der Herkunft und den Entwicklungen und Möglichkeiten zu diesem Thema beschäftigt “… Es eignet sich ideal für Anzeigen, Druckmaterialien und Verpackungen für Konsumgüter. Es ist ein neuer Weg der Visualisierung, cross-medial im Wortsinn…”. Die Absatzwirtschaft berichtet im Schwerdt-Blog über ein Beispiel aus Amerika vom Esquire. Bei empea finden Interessierte Grundlagen, hier am besten den (blauen) Würfel auf “sehen” klicken.

wer-liefert-was? launcht onlineportal für KMUs, die sich über online-marketing schlau machen wollen

Onlinemarketing wird für Unternehmen immer wichtiger. Informationen zu diesem Thema gibt es viele, aber oft sind diese äußerst komplex, sehr technisch und für den Einsteiger unverständlich. Gerade Begrifflichkeiten wie “Klickraten”, “Long Tail”, “Konversionen” oder “Linkjuice” sind für viele Interessierte unverständlich und erschweren eine weitere Beschäftigung mit dem Onlinemarketing. Genau hier setzt das neue Wissensportal www.onlinemarketing-praxis.de an und bietet praxisorientierte Informationen.

Aufgeteilt in die Bereiche Praxiswissen, Fallbeispiele, Downloads und einem ausführlichen Wörterbuch finden Interessierte Informationen über unterschiedliche Marketingstrategien, Anwendungsbeispiele und Begriffe, wie sie gerade immer wieder im B2B-Bereich gefragt sind.

Unterstützt wird “Onlinemarketing-Praxis” von namhaften Partnern wie B2B Online-Marketing Blog, ECC Handel, internet WORLD BUSINESS, Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr und suchradar sowie von der Lieferantensuchmaschine “Wer liefert was?” als Gründer der Initiative.

Webcast Dr. Torsten Schwarz im Gespräch mit mir auf der dmexco

Webcast von der dmexco im Namen von media-treff.de: In den USA ist E-Mail-Marketing der Rettungsanker budgetgekürzter Marketingabteilungen. Aber auch hierzulande merken Marketer, dass die Integration von E-Mail Kosten spart. Dazu zwingt auch die Novellierung des Datenschutzgesetzes, über Alternativen zu Werbebriefen nachzudenken. Welche Trends im E-Mail-Marketing grundsätzlich und auf welche Besonderheiten im E-Mail-Marketing speziell B2B-Unternehmen berücksichtigen sollten, dazu Dr. Torsten Schwarz - E-Mail-Marketing-Guru und Geschäftsfüher der marketing-BÖRSE - im Gespräch mit Michael Schubert.

Im Interview stellt Schwarz auch die Highlights aus seinem neuen Buch “Leitfaden E-Mail Marketing 2.0: Mit Online-Marketing Reichweite erhöhen und Kosten senken” vor. Dieser Leitfaden wurde auf der dmexco exklusiv vorgestellt und auf Twitter promoted. Dr. Torsten Schwarz zur Bedeutung des digitalen Marketings für B2B-Unternehmen: “Wichtig. Ist schon wichtig. Und wird wichtiger, weil die Kommunikation über elektronische Medien ganz selbstverständlich ist. Nicht nur für die Digital Natives, sondern auch für die meisten Menschen die im Berufsleben stehen … weil es eine einfache und effiziente Kommunikation ist.”

„Tue Gutes und lass darüber reden“ - Die neue Formel für die Vermarktung von CSR ?

Wer mit der Deutschen Bahn fährt, findet dort das Kundenmagazin DB mobil. Das Magazin wird G+J Corporate Media GmbH produziert. Vor gut 2 Jahren hat der damalige Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn damit begonnen das Thema „Nachhaltigkeit“ im Magazin zu platzieren. Klassisches und gut gemachtes agenda-setting. Seit dieser Zeit finden sich in jeder Ausgabe Beiträge über Firmen, Personen und Produkte zu diesem Oberthema.

Wer sich von diesem Thema angesprochen fühlt, wer sich Gedanken über sein Konsumverhalten macht, Moralvorstellungen der Gesellschaft und/oder Unternehmen überprüft oder von Energie-Effizienz-Diskussionen davon erfährt und weiter recherchiert, wird feststellen, das die meisten DAX-Unternehmen auf Ihrer Website Nachhaltigkeitsberichte vorhält. Mal mehr mal weniger schnell auffindbar. Mal konkreter mal allgemeiner Formuliert.

Warum, so hatte ich schon an dieser Stelle vor einiger Zeit gefragt, kommt das Thema so schlecht im B2C-Bereich an, sind die zahlreichen Engagements der Unternehmen im Konsumentenbereich so wenig bekannt? In den Consultantdiskussionen fällt immer wieder der Begriff  „Tue Gutes und rede darüber“, was nichts anderes als die Aufforderung zu mehr Aktivität im Öffentlichkeitsbereich ist - und damit auch eine Art der Auftragsbeschaffung. Die Komplexität des Themenfeldes ist eine Facette, die Angst vor dem PR-Gau eine andere.

Auch die Werbevermarkter suchen nach Lösungsansätzen diesen Marktbereich zu kapitalisieren. Dabei muss man vielleicht den Ansatz „Tue Gutes und rede darüber“ nur modifizieren „Tue Gutes und lass darüber reden“.  Stell nicht Dich, sondern Deine Aktionen in den Vordergrund.

Für das didacta Magazin haben wir den Ansatz gewählt, dass Lehrer über Ihre Erfahrungen im Einsatz und mit der Unterstützung von Unternehmen oder Stiftungen schildern, die Schulprojekte unterstützen. Daraus ist eine Serie mit dem Thema “Unternehmersiche Verantwortung in Bildung” entstanden. Die sehr kritische und nicht besonders werbeaffine Zielgruppe „Pädagogen“ wird damit sensibilisiert, wer sich, wie und wo gesellschaftsrelevant im Bildungsbereich engagiert.

Gleiches gilt für andere Märkte. Wer beschäftigt sich mit dem Thema? Warum sollte er sich damit beschäftigen? Wie formuliere ich entsprechende Kommunikationsangebote an Werbungtreibende  - und mit wem muss ich darüber sprechen?

Erst wen dieses Grundverständnis verändert wird, werden Unternehmen weitere Kommunikationsansätze nutzen.

Die Chancen einer Krise bringt neues Denken

  • WAZ Mediengruppe und ZDF beschließen Online-Kooperation. Ab sofort wird die WAZ Mediengruppe Videobeiträge des ZDF auf dem Nachrichtenportal DerWesten.de einbinden.
  • RMS und Ströer präsentieren crossmediale Abverkaufs-Kombi. Diese so genannte AKTIVierungs-Kombi vereint unter ihrem Dach zwei besondere Angebote aus beiden Häusern zu attraktiven Bedingungen: Sie verbindet die exklusive Halbtages-Belegung von rund 1.600 Mega-Light-Plakaten in 84 deutschen Städten mit der analogen Platzierung eines Radio-30-Sekünders, der als Singlespot auf allen Sendern der RMS SUPER KOMBI geschaltet wird.
  • In vertikalen Netwerken wie Glam, Fem, vertical networks werden thematisch passende aber gesellschaftlich konkurrierende Inhalte und Unternehmen unter einem Dach gebündelt, veredelt, vermarktet.

Nur eine Auswahl von aktuellen Meldungen, bei denen eigentlich konkurrierende Unternehmen in den werberelevanten Kommunikationsmärkten nun strategische und taktische Partnerschaften eingehen. Und die aktuelle dmexco bot ein wahres Füllhorn an Optionen, war Marktplatz und Incubator.

Die Medien-Krise schweißt zusammen? Nein, die Medien-Krise generiert neues Denken. Wer Krisen nachhaltig bewältigen will, kann nicht nur renovieren. Die Entwicklungen im Medienbereich haben eine neue Evolutionsstufe erreicht. Nach der ersten Stufe, dem Erlernen der neuer Technologien, dem neuen Nutzungsverhalten und den Anforderungen für Content, Markenführung und Geschäftsmodelle (und den damit verbundenen neuen Dimensionen von Umsatzrenditen) folgt nun die zweite Stufe, der Aufbau partizipativer Geschäftsmodelle.

Nach dem Motto „If you cant beat them, join them“ werden in den Führungsetagen der Medienhäuser die Karten neu gemischt. Ähnlich wie die Trends in der Automobilindustrie – gemeinsamer Plattformen, gemeinsamer Einkauf, getrennte Vermarktung - zieht bei den Medienstrategen ein neues Denken, ein neue Art der Problemlösung ein. Bisherige Leistungsangebote werden – gesellschaftsübergreifend - erweitert oder substituiert und damit zukünftige Marktclaims abgesteckt.

Hintergrund und Treiber sind neben der Stützung der traditionellen Geschäftsfelder die Fragen von Produktionskosten, die Fragen zur zukünftigen Kapitalisierung von digitalen Angeboten und damit zu neuen Marktregeln.  Nicht nur neue Geschäftsfelder sondern neue Partnerschaften, neue Angebote, neue Prozesse - neues Denken, echte Innovation, sichern den Fortschritt und damit den Führungsanspruch von Unternehmen!

European Digital Journalism Study 2009: welche Auswirkungen haben die Entwicklungen im Medienbereich auf die klassische Redaktionsarbeit?

Das internationale Oriella PR-Netzwerk hat die Studie „European Digital Journalism” veröffentlicht. Die europaweite Untersuchung zeigt, wie die Digitalisierung der Medien die Arbeitsweise von Journalisten verändert und welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise auf Medien und Journalismus hat. Teilgenommen haben insgesamt 354 Journalisten aller Mediengattungen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Großbritannien. In Deutschland wurde die Studie von den Oriella-Partnern PR-COM und Fink & Fuchs PR durchgeführt.

Neben ein paar interessanten (Selbst-)Einschätzungen über die

  • Entwicklung der Medien,
  • Bedeutung und Einbindung von UGC,
  • die zusätzlichen, aber nicht durch vorheriges Training angeleiteten (Mehr-)Arbeiten für die digitalen Medien
  • Feststellungen, zu einer Konzentration auf Analyse, mehr Exklusivthemen und  eine erhöhte Blogauswertung

gibt es aber auch irritierende Aussagen, wie das die Befragten angeben, dass sich, trotz ihrer Aussagen zu den Fragen der Entwicklungen im Medienbereich, ihre Arbeitssituation eher verbessert hat.

Fazit: Die Studie zeigt (ansatzweise) die Einschätzungen der Journalisten auf die Entwicklungen im Medienbereich und die Auswirkungen auf Ihre Arbeit und zielt dabei auf die Tendenzen im Bereich UCG, Blog, Social Networks etc. und damit auf die Beeinflussungspotentiale aktueller PR-Arbeit.

Ralf Zosel zur Kommunikationsarbeit von Juristen und Erfahrungen der beck-community

Webcast von der Internet World: Ein Großteil der Juristen hat grundsätzlich ein Faible für Öffentlichkeit, auch im Internet. Wie diese Zielgruppe die Funktionalitäten des Web 2.0 nutzt, sich dort präsentiert und kommuniziert, dazu Ralf Zosel - Community Manager von der beck-community.de, Verlag C. H. Beck - im Gespräch mit mir auf der Internet World - dokumentiert in media-TREFF.de .

In dieser Community treffen sich Juristen, Steuerberater, Wirtschaftprüfer und weitere Berufsgruppen zum fachlichen Austausch, knüpfen Kontakte, schließen sich in Gruppen zusammen und legen ein Profil ihrer Kanzlei an. Zosel zeigt auf, wie eine solche Community zu allen Facetten des Rechts funktioniert, wie die Community und der beck-blog bei den angesprochenen Berufsgruppen angenommen wird, was dort passiert und was die größten Herausforderungen bei diesem Projekt waren und sind. Ein Trend bei Juristen ist aktuell Twitter. Twittertende Juristen sind keine Seltenheit mehr und Ralf Zosel twittert selbstverständlich selber auch: http://twitter.com/RalfZosel

Lautet der neue Weg für Zeitungen Kontextvermittlung?

Einen interessanten Ansatz zur aktuellen Medienkrise aber auch zu einer neuen Funktionsbeschreibung liefert  dieser Beitrag von Umair Haque, Director of the Havas Media Lab, in dem er darüber nachdenkt, dass Zeitungen künftig

  • mehr auf Wissen(svermittlung) anstelle von news
  • Commentage anstelle von Kommentare (Commentage ist ein Mischform aus Reportage und Kommentare)
  • Themenfelder anstelle von langatmigen Artikeln
  • Verknappung anstelle Verbreitung
  • Die „aktuelle Bedeutung“ anstelle von „zu gegebner Zeit“
  • Provokation anstelle von Perfektion
  • Nicht auf die Technologie festgelegt sondern auf die Aufgabe (Kommunikationsfunktion)

setzen sollten und

  • nennt das ganze Nichepapers.

Das Internet - ein Katalysator um die Segmentierung der Gesellschaft zu beschleunigen.

Wissen ist Macht. Nichts Wissen macht auch nichts. Denn es gibt ja das Internet. Hier kann ich mir alle Antworten auf eine noch so persönliche Frage abholen. Viele Kinder der on-demand Gesellschaft leben nach diesem Prinzip. „Wozu muss ich wissen wie unser Bundespräsident heißt, ich kann die Frage ja googeln.“

Ein Problem mit dem sich u.a. Bildungsbeauftragte konfrontiert sehen, bei Hausaufgaben wird daher verstärkt auch eine Kontextvermittlung gefordert. Nicht „auswendig lernen“ weil der Lehrer es so will, sondern auch wissen wo die Wurzeln liegen, welche Entwicklungen bekannt sind und welche Szenarien möglich sind.

Ein Interview mit dem Bestsellerautor und Chefredakteur des amerikanischen Magazins „Wired“ Chris Anderson über „die Herausforderungen der Presse durchs Internet, neue Geschäftsmodelle im Web und die Frage, weshalb er selbst lieber Twitter als Tagespresse liest“ im Spiegel („Aufmerksamkeit ist alles“) ruft daher zum Nachdenken aber auch zur Kritik auf. Sind die geäußerten Thesen typisch für unsere Gesellschaft oder nur für die Amerikanische?  Will Chris Andersen provozieren und/oder damit auch seinen Marktwert erhöhen?  Gelten die Aussagen per se oder sind sie nicht doch nur eine Option der Informationsnutzung für einen Teil der Gesellschaft? Haben wir hier es mit einem substantiellen Phänomen oder nur mit einem Hipe zu tun? usw.

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