Archive for the 'Veröffentlichungen' Category

Leander Wattig: Die Zukunft des Buches in der digitalen Welt

Leander Wattig, Absolvent (Buchhandel/Verlagswirtschaft) der HTWK Leipzig, Medienberater und Blogger hat in einem interessanten Vortrag die geschichtliche und funktionale Entwicklung des Mediums Buch beleuchtet. Dabei betrachtet und prognostiziert er Herstellung und Distribution der “Buchwelt 2.0″ unter den Einflüssen der digitalen Möglichkeiten ebenso wie die Bedeutung und Optionen von Social Media für das Medium.

Thesen aus seinem Fazit:

  • Keiner kann verläßlich prognostizieren, wie “Bücher 2.0″ genau aussehen werden.
  • Sicher ist, dass es aber nicht nur eine Art von “Buch 2.0″ geben wird.
  • Wahrscheinlich ist, dass es viele, auf die jeweilige Nutzungssituation hin optimierte Buchformen geben wird.
  • Es ist jedoch fraglich, ob wir künftig abgesehen von gedruckten Büchern im Zusammenhang mit längeren Texten überhaupt von Büchern sprechen werden.
  • Viele wichtiger werden die Art der Inhalte und deren Aufbereitung sein.
  • Die Frage lautet künftig also weniger, ob Buch oder Blog oder Zeitung, sondern eher ob Roman oder Gedicht oder Chronik.
  • Zudem müssen Buchtexte nicht mehr “abgeschlossen” werden, um vertrieben zu werden -  Sie können sich endlos und kontinuierlich entwickeln.

Und meint “Im übertragenen Sinne gilt: Die digitalen Medien sind das Buch der Zukunft”

Aktueller Berichtsband zur Benchmarkstudie aus dem „Excellence Barometer 2009“ - Themen: Qualität, Kundenorientierung, Führung, Strategie und Mitarbeiterorientierung

Unter dem Titel „Erfolgreich in starken Zeiten“ ist der aktuelle Berichtsband zum „Excellence Barometer 2009“ erschienen, eine Benchmarkstudie zur Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Initiatoren sind die forum! Marktforschung GmbH aus Mainz und die Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ), Frankfurt. In bewährter Form werden im ExBa Berichtsband die spannendsten Ergebnisse aus dem ExBa-Forschungsjahr 2009 zusammenfassend vorgestellt. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr die allgegenwärtige Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und der Umgang der Unternehmen mit dieser gewaltigen Herausforderung. Insgesamt 900 Top-Entscheider und 1500 Privatpersonen wurden 2009 befragt.

Der Berichtsband beschreibt, welche Rezepte erfolgreiche Unternehmen wählen, um auch in der Krise zu bestehen: In Zeiten schrumpfender Märkte setzen sie auf eine starke Beziehung zu ihren Bestandskunden.

So ist die Entwicklung der Kundenbindung bei fast zwei Dritteln der Erfolgreichen (63%) in den letzten Jahren deutlich angestiegen, während dies nur bei 41% der weniger Erfolgreichen der Fall ist. Die Studie belegt: erfolgreiche Unternehmen übertreffen bei allen wesentlichen Faktoren der Emotionalen Kundenbindung (auch Kundenloyalität) die weniger erfolgreichen, denn sie richten sich ganzheitlich „vom Kunden her“ aus. Darüber hinaus vergleichen sie sich systematisch und branchenübergreifend mit den Best-Practice-Unternehmen und können so ihr Stärken-Schwächen-Profil realistisch einschätzen.

Ein interessanter Beitrag in dem Bericht stammt von Anne M. Schüller, Expertin für Loyalitätsmarketing, in dem Sie neben den offline auch auf die online-Aktivitäten verweist.  Ausführlicher werden die digitalen Möglichkeiten jedoch in Ihrem Blog, unter dem Thema “Mehr Kundenloyalität durch Social Media Marketing“  beschrieben.

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media-treff.de: Beitrag über Pressearbeit 2.0

Das Web 2.0 bietet viele neue Wege, um mit geschickten Kommunikationsstrategien im Internet erfolgreich zu sein. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ohne große Marketingbudgets bieten sich viele neue Möglichkeiten, die Online-Kommunikationsmedien effektiv und kostengünstig für sich zu nutzen. Nicht nur mit Online-Werbekampagnen und Suchmaschinenoptimierung durch SEO-Spezialisten lässt sich eine gute Platzierung in den Suchmaschinen erreichen. Auch die Online-PR bietet sehr wirkungsvolle Instrumente, um in den Suchmaschinen nach oben zu klettern und mehr Reichweite im Internet zu erzielen.

Melanie Tamblé, Geschäftsführerin der Advenion GmbH, hat hierzu einen Beitrag in media-treff.de verfasst, der gerade für KMUs - aber auch kleineren Medienhäusern, die, so meine Erfahrungen, auch immer wieder vor diesem Problem stehen, hilfreiche Tipps gibt - inklusive einer Liste der wichtigsten kostenpflichtigen und kostenlosen Presseportale.

Lautet der neue Weg für Zeitungen Kontextvermittlung?

Einen interessanten Ansatz zur aktuellen Medienkrise aber auch zu einer neuen Funktionsbeschreibung liefert  dieser Beitrag von Umair Haque, Director of the Havas Media Lab, in dem er darüber nachdenkt, dass Zeitungen künftig

  • mehr auf Wissen(svermittlung) anstelle von news
  • Commentage anstelle von Kommentare (Commentage ist ein Mischform aus Reportage und Kommentare)
  • Themenfelder anstelle von langatmigen Artikeln
  • Verknappung anstelle Verbreitung
  • Die „aktuelle Bedeutung“ anstelle von „zu gegebner Zeit“
  • Provokation anstelle von Perfektion
  • Nicht auf die Technologie festgelegt sondern auf die Aufgabe (Kommunikationsfunktion)

setzen sollten und

  • nennt das ganze Nichepapers.

Internationale Studie: Gesetzesvorhaben auf Nachhaltigkeit prüfen

Was im ersten Moment etwas zu theoretisch und ethisch eher abgehoben klingt, ist im beim zweiten Hinsehen ein zwingender Ansatz.

Die soziale, wirtschaftliche und ökologische Zukunftsfähigkeit politi­scher Maßnahmen sollte durch die rechtliche Verankerung einer Nachhaltigkeitsprüfung gewährleistet werden. Dazu ist ein Nachhaltigkeitsgesetz notwendig. Ein erster Schritt wäre die Änderung der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie der Freien Universität Berlin im Auftrag der Bertelsmann Stiftung - und geht deutlich über die selbstregulierungsprozesse hinaus. Die Untersuchung beschreibt auch eine mögliche Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsprüfung in Deutschland und vergleicht denkbare Verfahren mit vorhandenen in Belgien, Großbritannien, Irland, der Schweiz sowie der Europäischen Kommission.

Fazit der Studie (ab Seite 103 ff): “Moderne Gesellschaften sehen sich einer Reihe von zentralen Herausforderungen gegenüber, dazu gehören beispielsweise der Klimawandel, die veränderte Altersstruktur der Gesellschaft, die Knappheit natürlicher Ressourcen, die Notwendigkeit der Reduzierung der Staatsverschuldung oder die Gestaltung des wirtschaftlichen Strukturwandels.

Diese Herausforderungen zu bewältigen und zu gewährleisten, dass nachfolgende Generationen dieselben Entwicklungschancen und Lebensbedingungen vorfinden wie wir heute, ist ein zentrales Ziel der Politik, die sich nachhaltiger Entwicklung verpflichtet. Nachhaltige Entwicklung funktioniert in der Praxis nur dann, wenn es gelingt, die übergeordneten Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie in konkrete politische Entscheidungen zu übersetzen. Die Nachhaltigkeitsprüfung stellt hierfür ein geeignetes Instrument
dar. Sie kann als ein Controllinginstrument für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie genutzt werden. Die praktische Relevanz der Nachhaltigkeitsstrategie würde dadurch gestärkt.”

Und ich wage mal die Prognose, dass “Nachhaltigkeit” in diesem oder im nächsten Jahr gute Chancen hätte zum Wort des Jahres gekürt zu werden.

Studie: Social Networks - und wer sich darin tummelt

Der Onlinedienst “E-Marketer”, ein Plattform für Marktforscher, Analysten und Trendforscher, hat gemeinsam mit Pew Internet die Studie “Social Network User Demographics” veröffentlicht, die Auskunft über die weltweite Nutzung von Social Networks gibt.

  • Die Hälfte (54 %) der Intenetbevölkerung ist demnach zwischen 18 und 44 Jahren, wobei der Anteil der “Erwachsenen” ständig und überproportial wächst. Die relativ, also auf Basis der eigenen Entwicklung, am stärksten wachsende Gruppe ist die Zielgruppe der 70 - 75-Jährigen.
  • Teanager und die Generation Y (18-32 Jährigen) finden in im Netz ihre sozialen Netzwerke und Unterhaltung.
  • Die älteren Generationen nutzen das Internet für Suchfunktionen, zum Einkaufen und zur Erledigung Ihrer Bankgeschäfte. Im Gegensatz zu den jüngeren Zielgruppen, wo die Kommunikation, bloggen und chatten im Vordergrund stehen, nutzen älteren Generationen hauptsächlich e-mail-Funktionen zur Kommunikation.
  • Gefragt bei allen Zielgruppen sind Videodownloads, Reisebuchungen online sowie den Beruf begleitende Auskünfte und Informationen.
  • 65,5 % der Deutschen Internetbenutzer nutzt Social Networks. Im internationalen Vergleich befinden wir uns damit im Mittelfeld. Die höchste Penetration haben Kanada und Brasilien mit 86,5 % resp. 85, 3 %, die geringste Taiwan mit nur 42,9 %.

Uni St. Gallen: Exzellenzinitiative “Responsible Corporate Competitiveness”

“Responsible Corporate Competitiveness” ist eine 2008 gegründete Exzellenzinitiative der Universität St.Gallen. An ihr beteiligen sich rund 30 Professor(Innen) und Wissenschaftler(Innen) aus verschiedenen Disziplinen und Instituten. Inhaltlich stehen die Herausforderungen einer verantwortungsvollen Führung und Strategie von Unternehmen im Fokus.

Konkret stellt sich die Frage nach organisationalen und individuellen Fähigkeiten, die für die Bewältigung von zentralen Spannungsfeldern in diversifizierten Unternehmen erforderlich sind. Wie kann durch die Gruppenebene nachhaltig ein Mehrwert für die einzelnen Geschäfte generiert werden, den diese alleinstehend nicht realisieren können? Zu diesem Zweck werden ausgewählte Themen in Form von Forschungsprojekten, Workshops, Fallstudien, Konferenzen etc. untersucht. Erkenntnisse werden an Wissenschaft, Führungskräfte, Studierende, Medien und die allgemeine Öffentlichkeit weitergegeben. Ziel der Exzellenzinitiative ist es zu einem der führenden Zentren für Corporate Management in Europa zu werden.

Aktueller Hintergrund: Das Ausmass der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stellt auch die Wissenschaft vor neue Herausforderungen. Nun nehmen erstmals 15 Professorinnen und Professoren der Universität St.Gallen (HSG) in einer gemeinsamen Publikation Stellung. Unter dem Titel “Konsequenzen aus der Finanzmarktkrise - Perspektiven der HSG” analysieren sie deren Ursachen und Konsequenzen. Die Publikation liefert neue Lösungsansätze im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

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Studie und Case-Studie von Deloitte fordert neues Denken und neue Strukturen in der Unterernehmenssteuerung

Deutsche Medienunternehmen sind in Bezug auf Unternehmenssteuerung noch nicht optimal auf aktuelle und künftige Anforderungen ausgerichtet. Das gilt für Steuerungsobjekte und -größen, aber auch für die gesamte Steuerungsorganisation und -prozesse. Die Unternehmen wissen, dass sie sich verändern müssen, sie wissen nur nicht wie. Zwar haben die Unternehmen ihre Geschäftsmodelle größtenteils an die Umbrüche der Branche angepasst – bei administrativen Funktionen ist dies jedoch überwiegend noch nicht der Fall.

In einem turbulenten Marktumfeld mit hoher Unsicherheit ist es wichtig, Unternehmen mit hoher Flexibilität und hoher Transparenz zu steuern, um Marktveränderungen schnell entgegen wirken zu können. Thema dieser Studie ist daher die Frage, inwieweit Medienunternehmen ihre Unternehmenssteuerung bereits an die neuen Herausforderungen ihrer Branche angepasst haben.

Für die Studie „Steuerung von Medienunternehmen im digitalen Zeitalter“ wurden Unternehmensvertreter aus dem deutsch- sowie englischsprachigen Raum befragt.

Anhand eines Beispieles, der “Green Media Group” werden die einzelnen Aspekte und Schritte in der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, den Steuerungsgrößen für das Controlling bis hin zu einem (controlling-orientiertem) Rabattschema für Werbeerlöse dargestellt.

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Studie: Social Media in der Markenführung und im Reputationsmanagement.

Eine Studie der Hamburger Agentur ethorithy, Spezialist in Sachen Word of Mouth Marketing (WOMM), dem Bundesverband der digitalen Wirtschaft (BVDW) und des High Text Verlages belegt, dass deutschsprachige Internet-User am liebsten Online Foren (76,1 %) nutzen, um sich über Marken auszutauschen. Der Anteil der Blog-Meinung beträgt 15,2 %, die der Social-Networks 5,5 % , Micro-Blogging (1,7 %) und Videos (1,4 %).

Anmerkung: Nach der aktuellen FOCUS Studie CN 12.0 (Seite 47) sollen rund 4,5 Mio. Personen Ihren PC zum bloggen benutzen. Davon sind 78 % Blog-”Leser “, 16 % der Blog-Aktivisten lesen und führen einen eigene Blog und 7% der Blogger verstehen Ihren Blog als Tagebuch, ohne aber anderswo zu lesen oder zu kommentieren.

Die konsumentengenerierten Medien im Internet werden damit zu einem immer wichtigeren Bestandteil erfolgreicher Marketingkampagnen. Die Mediennutzung aller Zielgruppen verändert sich - zumindest derzeit - zu Gunsten dieser kollaborativen Online-Medien. Marketing- und Kommunikationsverantwortliche müssen diese Entwicklung in ihrer Markenführung immer häufiger berücksichtigen. Stichwort Reputationsmanagement.

Die Studie Brands in Social Media 2008-2009 untersuchte im Zeitraum von August bis September 2008 ca. 1.100.000  Meinungsäußerungen in Weblogs, Foren, Microblogging Diensten, Social Networks und auf Videoplattformen. Für diese Buzz-Analyse wurden authentische Nutzeräußerungen zu 550 Marken aus 10 verschiedenen Branchen klassifiziert.

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Bericht für ein nachhaltiges Deutschland verabschiedet. Basis auch für einen Konjunkturmotor?

222 Seiten ist er lang, der “Fortschrittsbericht 2008 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie” den die Bundesregierung soeben veröffentlicht hat. Die Leitlinien der Nachhaltigkeit zielen dimensionenübergreifend auf die Erreichung von Generationengerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt, Lebensqualität und internationaler Verantwortung.

 
Anhand von 21 sogenannte Nachhaltigkeitsindikatoren sollen die Ziele und Ergebnisse validiert werden. Diese Indikatoren können in 6 Handlungsfeldern zusammengefasst werden

  • Mobilität sichern
  • Länger gesund leben
  • Arbeitsplätze schaffen
  • Haushalt konsolidieren
  • Beruf und Familie meistern
  • Handelschancen für Entwicklungsländer fördern
  • Bildung und Qualifikation verbessern

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