2 Studien zu iptv: Welche Medienfunktionen werden sich (langfristig) durchsetzen?

Die Ergebnisse der Studien selber überraschen wenig. Über die Konsequenzen für die Programmmacher ist es ein Streit unter Philosophen (oder für Medien- und Sozialwissenschaftler).

Roland Berger Strategy Consultants hat gestern eine Studie über die Zukunft von WebTV veröffentlicht, deren Ergebnis in neun Kernaussagen zusammengefasst werden kann:

  1. WebTV spielt bereits heute eine Schlüsselrolle im Web-Entertainment.
  2. WebTV-Konsumenten sind wirtschaftlich sehr attraktiv.
  3. User Generated Content ist zwar noch lange nicht tot, aber kommerzielle (Premium-) Content-Angebote sind auf dem Vormarsch.
  4. Der größte Teil des WebTV-Angebots dürfte auch in Zukunft kostenlos bleiben.
  5. Kurze Formate und bedarfsweiser Zugang werden dafür sorgen, dass WebTV zügig Einzug in mobile Endgeräte findet.
  6. Durch integrierte Endgeräte wird WebTV zu einem festen Bestandteil des Home Entertainment.
  7. WebTV wird den etablierten TV-Playern direkt Konkurrenz machen, sobald es auch auf dem Fernseher verfügbar ist.
  8. WebTV wird langfristig mit IPTV verschmelzen.
  9. Traditionelle Medienunternehmen und Telekommunikationsanbieter müssen jetzt reagieren, um zu verhindern, dass WebTV-Unternehmen ihre Marken beim Verbraucher zu sehr etablieren.

Die User Interface Design GmbH, ein Beratungsunternehmen, das sich auf die Konzeption, den Entwurf, die Erstellung und das Testing von Benutzungsschnittstellen spezialisiert hat (Stichwort Usability) veröffentlicht heute eine PM über eine qualitative Studie zum Thema TV 2.0, die (verkürzt) zu dem Ergebnis kommt: Der Zuschauer lehnt sich lieber zurück und will von “Mitmach-Fernsehen” nichts wissen.
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ADC-Kongress: Digitale Kreativ-Elite zu Gast beim ADC BIC 2008

Auch wenn die Aussage in der Subline für den Kongresses am 16.10.2008 in Berlin nicht besonders revolutionär klingt (” Markenführung im digitalen Zeitalter. Der ADC Kongress für Unternehmens-, Marken- und Kommunikationsverantwortliche”), so sind es neben den aktuellen Fragestellungen u.a. ein Themenbereich der sich “BRANDS: das digitale Zeitalter verstehen” nennt und sich mit Fragestellungen wie

  • Digitale Medien und das neue Marketing-Mindset
  • Gaming, Branded Utilities, Streaming Videos und Blogs im Marketing-Mix
  • Buzz, Viral und Attention Marketing

beschäftigt, die nationalen und internationalen Referenten die eine spannende und informative Veranstaltung versprechen.

z.B. Koichiro Tanaka 
Aus Japan stammt das Blog-Element, das in diesem Jahr die großen Awards weltweit abräumte. Im Juni 2007 als wesentlicher Bestandteil der globalen Werbung für die Marke UNIQLO, das japanische Pendant zu H&M, gestartet, gewann die Kampagne u. a. den Interactive Grand Prix der Clio Awards und den Titanium Grand Prix in Cannes. Beim ADC BIC spricht der verantwortliche Creative Director, Koichiro Tanaka, über eine Kommunikationsform, die alle Sprachbarrieren durchbricht.

oder Colleen DeCourcy
Sie ist Chief Digital Officer der TBWA Worldwide, war Jury-Präsidentin der Cyber-Lions-Jury 2008 in Cannes und gilt als Pionierin auf dem Gebiet digitaler Technologien und ihrer Anwendungsmöglichkeiten: Colleen DeCourcy, eine der 25 wichtigsten Frauen in der internationalen Werbe-, Marketing- und Medienbranche gibt beim ADC BIC Einblicke in die Erfolgsstrategien der weltweit besten digitalen Kampagnen.
 
Anmeldung zum Kongress 

 

 

PwC: Konsumenten würden für digitale Zeitschriften etwa die Hälfte zahlen

Das Internet setzt das traditionelle Geschäftsmodell der Zeitschriftenverlage zunehmend unter Druck. Denn immer mehr Käufer wollen Zeitschriften - zumindest als Ergänzung zur Printausgabe - auch digital im Internet, auf dem Handy oder als E-Paper lesen. Das gilt insbesondere für junge Leser. Aber: Für die digitale Ausgabe wollen sie deutlich weniger zahlen als für das gedruckte Heft.

Das geht aus der Studie “The medium is the message - Outlook for Magazine Publishing in the Digital Age” von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.
In Reaktion auf diesen Trend haben einige Verlage bereits gedruckte Magazine zugunsten digitaler Ausgaben eingestellt. Doch das wird auf absehbare Zeit eher die Ausnahme bleiben. Dafür gibt es gute Gründe - zumindest in Deutschland: Denn insbesondere Frauen können sich kaum vorstellen, ihre Lieblingszeitschrift nur noch auf dem Bildschirm zu lesen. Nur 29 Prozent würden eine rein digitale Ausgabe kaufen, bei den Männern beläuft sich der Anteil auf 41 Prozent. Read more »