Die grüne Ausgabe von Chip - oder die step-by-step-Strategie für die early adopters
Was im Großen (noch) nicht funktioniert hat, funktioniert vielleicht im Kleinen. Nach diesem Motto könnte man das neue Engagement von BURDA zum Thema “Nachhaltigkeit” bewerten. Nach dem “Aus” von Ivyworld” jetzt der Versuch einer Green Issue-Ausgabe von Chip.
Das Konzept und die Themen der am 12.09.2008 erscheinenden Erstausgabe klingen zwar ein wenig nach “Guten Rat” (Zitat: ” Green Issue, die grüne Ausgabe von CHIP ist der kompetente Energie-und Öko-Ratgeber für alle technikorientierten Menschen, die umweltbewusst, aber nicht asketisch leben wollen”) zeigt aber klar die Aufgabe der Medien Angebote zum Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln - die dann als Plattform für die Akteure der Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Verantwortung dienen können (s.a. mein Beitrag von Freitag).
Kampagen wie E-Donor, gesehen in karmakonsum, wobei der Musikkanal mtv und der Computerhersteller Hewlett Packard gemeinsam eine Kampagne entwickelt haben, sind für mich ein “Schulterblick” in die Entwicklungsküche und zeigen mir 2 Dinge:
- Unternehmen integrieren nicht mehr nur einfach (Pflicht-)Hinweise und Botschaften über Energieeffizienz oder Umweltverträglichkeit in bestehende Kommunikationsmittel mit ein, sondern entwickeln eigene (kreative) Kommunikationsansätze.
- Medien müssen nicht nur Plattformen sondern auch (versärkt und damit rasch) Umfelder für die Akteure generieren, denn die haben (oder formulieren gerade) ihre Kommunikationsbedürfnisse.
Und da sind machmal mehrere kleine Schritte wichtiger als ein Großer.